Das Universitätsklinikum Sassari unternimmt Maßnahmen, um die Bevölkerung und das medizinische Personal zu beruhigen : Die Einrichtungen, die fachliche Expertise und die Räumlichkeiten für eine sichere Erstversorgung sind vorhanden. In der Klinik für Infektionskrankheiten in der Viale San Pietro, die bereits als COVID-19-Intensivstation genutzt wird, wurde ein separater Bereich eingerichtet, falls ein Patient mit Verdacht auf eine Ebola-Infektion gemeldet wird. Ein spezielles Verfahren für den Umgang mit Verdachtsfällen wird derzeit erarbeitet.

Sergio Babudieri , Professor für Infektions- und Tropenkrankheiten an der Universität Sassari und Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenkrankheiten am Universitätsklinikum, betont: „Die Strukturen, die Ärzte und die Expertise sind vorhanden. Sassari hat bereits 2015 einen Ebola-Fall ohne Sekundärinfektionen bewältigt und während der Covid-19-Pandemie hochkomplexe Abteilungen geleitet. Natürlich erfordern solche Szenarien Organisation, formalisierte Protokolle und kontinuierliche Weiterbildung, aber wir fangen nicht bei null an. Ziel ist es, die sichere Behandlung von Verdachtsfällen zu gewährleisten und vor allem das Gesundheitspersonal und die Bevölkerung zu schützen.“

Im Bereich Weiterbildung hat das Unternehmen bereits Gespräche mit dem Nationalen Institut für Infektionskrankheiten „Lazzaro Spallanzani“ in Rom aufgenommen, um einen Auffrischungskurs für medizinisches Fachpersonal anzubieten. Die ersten Kurse sollen am 18. Juni beginnen, im Juli fortgesetzt und im Herbst wieder aufgenommen werden. Ziel ist es, ein stabiles System zur Vorbereitung und Weiterbildung der Mitarbeiter langfristig zu gewährleisten.

Luciana Mameli , Gesundheitsdirektorin der AOU von Sassari, hebt die vom Unternehmen initiierten Maßnahmen hervor: „Wir arbeiten an der Entwicklung eines klaren, nachhaltigen Verfahrens, das den Sicherheitsanforderungen entspricht. Wir dürfen keine Panik verbreiten, sondern müssen die Vorbereitung verbessern. Schulungen, die Festlegung von Abläufen und die Identifizierung von Räumlichkeiten sind die Instrumente, mit denen wir Risiken managen und Improvisation vermeiden.“

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