Patienten in stickigen Krankenzimmern, Betten in den Gängen und Angehörige, die Ventilatoren von zu Hause mitbringen müssen, um die Hitze zu lindern. Diese Zustände prangerte der ehemalige Parlamentarier Roberto Capelli an, der die Situation im Krankenhaus San Francesco in Nuoro scharf kritisierte und die Zustände als „unvereinbar mit der Würde, die ein öffentliches Krankenhaus gewährleisten sollte“ bezeichnete.

Zur Untermauerung seiner Beschwerde fügt Capelli ein Foto bei, das am Sonntag, dem 27. Juni, um 13:45 Uhr aufgenommen wurde und seiner Aussage nach einen Patienten in einem Bett auf einem Krankenhausflur zeigt. „Das ist keine öffentliche Gesundheitsversorgung“, erklärt er und kritisiert die seiner Meinung nach rein theoretische Gesundheitsversorgung, die der Realität auf den Stationen widerspreche. Laut Capelli sind nicht nur die hohen Temperaturen in den Stationen das Problem, sondern auch der fortschreitende Personalmangel im Gesundheitswesen.

„San Francesco leert sich. Aber nicht an Patienten. An Ärzten“, behauptet er und betont, wie der Weggang von Fachkräften die Kontinuität der Versorgung, die Patientensicherheit und die Reaktionszeiten für die Bürger gefährdet. Der ehemalige Parlamentarier äußert zudem große Besorgnis über die Auswirkungen der jüngsten Organisationsentscheidungen, die seiner Ansicht nach ohne wirkliche Konsultation der Pflegekräfte getroffen wurden, die täglich auf den Stationen arbeiten. „Ich hoffe inständig, dass ich mich irre“, schreibt er, „aber wenn diese Entscheidungen zu weiteren Unannehmlichkeiten, neuen unbesetzten Stellen, noch längeren Wartelisten und noch gefährdeteren Stationen führen, wird niemand sagen können, er sei nicht gewarnt worden.“

In dem veröffentlichten Dokument bittet Capelli die zuständigen Behörden, darunter NAS und Spresal, um Intervention, um die Vereinbarkeit der aktuellen Bedingungen mit dem Schutz der Patientengesundheit und der Sicherheit des medizinischen Personals zu überprüfen. „Ich bitte nicht um Sonderbehandlung für Nuoro, ich bitte um Würde für Nuoro“, schließt er und appelliert an die Entscheidungsträger, „die kalten Büros zu verlassen und sich anzusehen, was wirklich auf den Stationen passiert“. Er erinnert daran, dass „öffentliche Gesundheit nicht auf Pressekonferenzen gemessen wird, sondern am Krankenbett, vor einem gebrechlichen Patienten, der auf Pflege, frische Luft, Würde und Respekt wartet.“ Dem Schreiben sind ein im Krankenhaus aufgenommenes Foto und eine formelle Beschwerde beigefügt, in der die Situation den zuständigen Behörden gemeldet wird.

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