Der Ministerrat hat auf Vorschlag von Präsidentin Giorgia Meloni die Gewährung einer außerordentlichen lebenslangen Rente gemäß dem Bacchelli-Gesetz an Chiara Vigo, geborene Calasetta, eine Meisterin der Byssusweberei, genehmigt.

Er widmete einen Großteil seiner Energie und Zeit der Aufwertung und dem Schutz dieser wertvollen Textilfaser tierischen Ursprungs, die auch als „Meerseide“ bekannt ist.

Chiara Vigo, einzigartig im Mittelmeerraum, ist die Hüterin einer alten Tradition, die sie mit Liebe und Leidenschaft bewahrt und in die Zukunft projiziert.

„Byssus“, erklärt er, „kann weder gekauft noch verkauft werden. Seidenarbeiten aus dem Meer können nur gespendet oder empfangen werden. Ein Byssusmeister lebt von Spenden.“

Treccani stellt klar: „Die Griechen verwendeten den Begriff ‚Byssus‘ zur Bezeichnung eines sehr feinen Leinenstoffs aus Indien und Ägypten, der in der Antike sehr begehrt war und auch für die Gewänder jüdischer Priester verwendet wurde. In Ägypten wurde Byssus zum Einwickeln von Mumien verwendet und in Rom war er während der Kaiserzeit weit verbreitet.“

Byssus stammt von der Pflanze „Pinna nobilis“, die heute durch regionale und europäische Vorschriften geschützt ist. Chiara Vigo hält mit ihrer Kunst diese Tradition und Technik am Leben. Mit großer Entschlossenheit verteidigt sie weiterhin eine Kultur und eine tausendjährige Geschichte.

Das „Bacchelli-Gesetz“ sieht die Einrichtung eines Fonds vor, der bedürftigen, herausragenden Bürgern, die sich in Bereichen wie Kunst, Wissenschaft, Sport und Kultur hervorgetan und zum Ansehen Italiens beigetragen haben, außergewöhnliche Leistungen auf Lebenszeit gewährt.

© Riproduzione riservata