Cagliari, Polizeirazzia: Luxusautos beschlagnahmt
Fünf Fahrzeuge einer Autovermietung, die nicht in die Ermittlungen verwickelt ist, wurden versiegelt. Ein Ferrari und ein Lamborghini stehen ebenfalls im Mittelpunkt zweier Untersuchungen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Als Polizisten am Hauptsitz der Luxusautovermietung in Cagliari eintrafen, waren die Verantwortlichen schockiert: Die Beamten der Spezialeinheit sollten eine international angeordnete Beschlagnahme durchführen. Drei hochpreisige Fahrzeuge wurden im Rahmen einer Untersuchung beschlagnahmt , zu der bisher keine konkreten Informationen vorliegen. Die Eigentümer der örtlichen Autovermietung sind in keiner Weise beteiligt. Doch damit nicht genug: Bei Kontrollen auf dem Parkplatz, wo die Fahrzeuge standen, traten auch Probleme mit zwei weiteren Autos auf: einem Ferrari und einem Lamborghini. Auch diese beiden Fahrzeuge wurden auf Anordnung der Mailänder Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Veruntreuungsermittlung beschlagnahmt. Der Fall betrifft offenbar ein Unternehmen, dem die Fahrzeuge gehören, und einen Vermittler, der sie angeblich geleast und dann der Firma in Cagliari anvertraut hat. Auch diese Firma war mit dem Vorfall nicht in Verbindung gebracht worden.
Der Wert
Der Schaden für das in Cagliari ansässige Unternehmen bleibt bestehen , da fünf seiner wertvollen Fahrzeuge ( im Wert von fast einer Million Euro) beschlagnahmt wurden. Nach der Beschlagnahme verblieben sie bis zum Abschluss der laufenden Gerichtsverfahren in der Obhut der Eigentümer des Mietwagenunternehmens. Das Unternehmen ist jedoch weiterhin aktiv und bietet neben weiteren Dienstleistungen auch mehrere Mietwagen an.
Die Verdächtigen
Es gibt keine Informationslecks zu den beiden Ermittlungen. Die erste, die zur Beschlagnahme von drei Fahrzeugen führte, wird von einer ausländischen Staatsanwaltschaft koordiniert: Vermutlich wird die Herkunft der Fahrzeuge und ihre Route nach Cagliari untersucht. Die Verdachtsmomente und Anschuldigungen betreffen, wie erneut betont wird, nicht die in Cagliari ansässige Autovermietung. Dasselbe gilt für die zweite Ermittlung, die diesmal von der Staatsanwaltschaft Mailand geführt wird. In diesem Fall ist der mutmaßliche Straftatbestand bekannt: Veruntreuung. Offenbar hatte das Unternehmen, dem die beiden Fahrzeuge (ein Ferrari und ein Lamborghini) gehören, diese einer Vermittlungsfirma anvertraut. Es gab jedoch angeblich Probleme mit der Zahlung der Gebühren oder vereinbarten Beträge. Dies führte zu den Ermittlungen und zur Ausstellung eines Beschlagnahmebeschlusses, der von Streifenbeamten in der Zentrale der Autovermietung in Cagliari vollstreckt wurde. Dies steht jedoch in keinem Zusammenhang mit dem laufenden Gerichtsverfahren. In einem Markt wie dem für Luxusautos, der oft mit erheblichen Kapitalmengen verbunden ist, müssen noch viele Aspekte geklärt werden.
Matthew Vercelli
