Gegen die Verantwortlichen für die Schäden, die im Industriegebiet Porto Torres nach dem Großbrand am 27. Juli 2019 entstanden sind, wurde eine Entschädigungsklage in Höhe von über 1 Million Euro eingereicht.

Auf Antrag von Bürgermeister Massimo Mulas hat der Stadtrat das Verfahren zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und zur Rückerstattung der im Zusammenhang mit dem Notfall entstandenen Kosten wieder aufgenommen. Der Antrag richtet sich an Inversol srl und Sardaleasing spa, die Betreiber bzw. Eigentümer der Industriehallen in der Via Domenica Millelire, die vor über sechs Jahren im Naturschutzgebiet von nationalem Interesse in Brand gerieten. Die rund 5.600 Quadratmeter großen Gebäude wurden von den Unternehmen E'Ambiente Impianti srl und Inversol Italia srl als Lager- und Verarbeitungsanlage für Sondermüll und Farbstoffe genutzt. Die abgebrannte Halle wurde von Inversol betrieben und war im Besitz von Sardaleasing; beide Unternehmen haften für den entstandenen Schaden.

Während der langwierigen Löscharbeiten der Feuerwehr, die mehrere Tage andauerten, wurden das Wasser und die zum Löschen der Flammen verwendeten Substanzen durch den Kontakt mit den brennenden Materialien sowie mit Lösungsmitteln und Farben, die sich im Brandgebiet befanden, verunreinigt und gelangten in die umliegenden Gebiete, wo sie die Gefahr bergen, den Boden und die Grundwasserleiter zu verseuchen .

Um dem Notfall sofort begegnen zu können, „auch angesichts der Trägheit der Firma Inversol Italia, die einen Teil des Gebäudes nutzte, in dem das Feuer entdeckt wurde, musste die Gemeinde Turritano im Rahmen ihrer Vertretungsbefugnisse mit speziellen Verordnungen eingreifen.“

Die Gemeinde hat diese Notfallmaßnahme ergriffen, bis die Verantwortlichen ermittelt sind und die für die Umweltsanierung und den Katastrophenschutz zuständigen Behörden eingreifen, um eine Verschmutzung der Umwelt, insbesondere des Grundwassers, zu verhindern und zu vermeiden.

Das Projekt wurde von der Gemeinde als Ersatzprojekt in Absprache mit dem Präfekten unter Verwendung von Mitteln aus ihren eigenen Haushalten in Höhe von insgesamt über 1 Million Euro durchgeführt.

Die Mittel wurden bei der Region beantragt, die rund 970.000 € bereitstellte, unbeschadet des Rechts der Gemeinde, von den verantwortlichen Unternehmen Schadensersatz zu fordern. Das Gerichtsverfahren wurde durch die Beauftragung des Gemeindeanwalts Fabrizio Bionda eingeleitet.

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