Bachisio Falconi, ehemaliger Regionalrat von Sardinien, ehemaliger Bürgermeister von Fonni, Unternehmer und historische Persönlichkeit im Tourismussektor der Insel, starb plötzlich in Barcelona.

Er war 75 Jahre alt und starb in der katalanischen Stadt an einem Herzinfarkt . Die Nachricht löste in Fonni und auf ganz Sardinien tiefe Trauer aus. Falconi war der Vater von Fonnis Bürgermeisterin Daniela Falconi. Als visionärer Unternehmer und langjähriger Verwaltungsbeamter prägte Bachisio Falconi maßgeblich die touristische Entwicklung der Barbagia und Nordsardiniens .

Der langjährige Besitzer des Taloro Hotels am Ufer des Gusana-Sees gehörte zu den Gründern des Projekts „Fattorie Gennargentu“ und trug durch ein auf Tradition und Umweltverträglichkeit basierendes Tourismusmodell zur Entwicklung der Region bei. Im Laufe seiner unternehmerischen Karriere besaß er auch ein Feriendorf in Budoni, das er später an Ventaclub verkaufte. Er investierte in den Kurort Casteldoria und verfolgte zuletzt ein neues Tourismusprojekt mit einem Resort in der Region Badesi.

Geboren am 17. Januar 1951 in Fonni, begann er nach seinem Abschluss als Chemieingenieur am Industrieinstitut von Cagliari ein Biologiestudium, das er jedoch abbrach, um sich dem Hotelgewerbe zu widmen. Parallel dazu sammelte er umfangreiche politische und administrative Erfahrung. Als führendes Mitglied der PDS (Demokratische Partei der Sozialistischen Partei), des Regionalkomitees und des Nationalen Tourismusrates war er neunzehn Jahre in Folge Stadtrat in Fonni und bis 1993 Bürgermeister der Stadt. In dieser Funktion führte er eine Mitte-Links-Regierung. 1991 entkam er einem Anschlag . Vor seinem Eintritt in den Regionalrat war er außerdem Präsident des Taloro-Flusskonsortiums.

Als gewählter Regionalrat des Wahlkreises Nuoro für die Fraktion der Linken Demokraten bekleidete er verschiedene institutionelle Ämter: Er war Sekretär der Dritten Kommission, Mitglied der Sechsten Kommission, Sekretär der Zweiten Kommission in der Regierung Floris und Sekretär der Untersuchungskommission zu EMSA. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement in den Bereichen Handel, Wirtschaftsentwicklung und Tourismus. Zahlreiche Beileidsbekundungen erreichten seine Familie. Die Pfarreien San Giovanni Battista und Santa Maria dei Martiri in Fonni drückten ihr Beileid mit folgender Erklärung aus: „Als christliche Gemeinde von Fonni sprechen wir unserer Bürgermeisterin Daniela Falconi und ihrer gesamten Familie unser tiefstes Mitgefühl und unsere Solidarität zum plötzlichen Verlust ihres Vaters Bachisio aus. Wir versichern ihnen in dieser schweren Zeit unsere Gebete.“ Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in der Gemeinde Fonni und in der sardischen Tourismusbranche, einem Sektor, in dem er jahrzehntelang eine Schlüsselrolle spielte und sein politisches Engagement mit unermüdlichen Bemühungen zur Förderung und Weiterentwicklung der Region verband.

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