Ogliastra ist ein grünes Hochplateau, durchzogen von einem Netz gewundener Straßen. Doch das eigentliche Problem sind diese Straßen selbst, die 389 und die Orientale, die den Tourismus und den Warenverkehr – kurzum, das Geld – am Laufen halten. Das Ziel heißt Olbia, doch dazwischen liegt ein zwanzig Kilometer langer Nadelöhr, der quälende Stau auf der Autobahn 389.

Drei von ihnen wollten die Isolation durchbrechen: Ivan Mameli, Bürgermeister von Bari Sardo, und die Minderheitsratsmitglieder Bettina Pisanu und Denis Pittalis. In nur wenigen Monaten haben sie viel erreicht und 3.500 Mitstreiter mobilisiert. Es gab einige angespannte Momente, doch die Stimmung ist weiterhin gut. Heute waren die Gemeinderäte von Lanusei, Arzana, Bari Sardo, Cardedu, Elini, Girasole, Ilbono, Loceri, Osini, Perdasdefogu, Talana und Tertenia, Baunei, Triei und Lotzorai im Plenarsaal anwesend. Im Idealfall schließen sich ihnen Dutzende Bürgermeister und die Tausenden Unterzeichner des Antrags Pro 389 an. Eine Mauer von Verwaltungsbeamten, die ohne Kontroversen gleiche Mobilitätsrechte fordern. „Es gibt keinen Streit um die Positionierung auf den Straßen, insbesondere nicht auf der Provinzstraße 27“, sagte Davide Burchi bei der Eröffnung.

Bettina Pisanu bringt es auf den Punkt: „Es ist keine Herausforderung gegen irgendjemanden, sondern eine Herausforderung für eine Infrastruktur, die Respekt verdient. Den gleichen Respekt, den wir auch anderer strategischer Infrastruktur entgegenbringen.“ Daniela Falconi, Präsidentin des Nationalen Verbandes Italienischer Gemeinden (ANCI), stellt klar: „Die absolute Priorität ist die Sicherung einer Straße, die täglich von Zehntausenden Menschen genutzt wird. Es gibt einen Abschnitt, an dem es über eine Stunde lang kein Lichtsignal gibt. Das ist einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig. Dieses Problem muss unterstützt werden.“

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