17-jährige Touristin von Migranten mitgerissen: die gescheiterte Rettungsaktion, ihre Flucht und ihre Identifizierung
Die Rekonstruktion des Unfalls in Chia: Das kleine Boot hätte die Gefahr bestanden, andere Personen im Wasser zu überfahren, und wäre erst in Tuerredda, einige Kilometer weiter, zum Stehen gekommen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Weitere Menschen hätten mitgerissen werden können, als gestern um 17 Uhr in Su Giudeu, am bekannten Chia-Strand im Viertel Domus de Maria, ein kleines Boot mit 14 Migranten einen 17-jährigen Touristen überfuhr. Das Boot befand sich in der Nähe der Boje, die die Zufahrtsstraße für Boote markiert.
Durch den Aufprall brach sie sich den Arm und möglicherweise auch den Kopf, verlor das Bewusstsein und drohte zu ertrinken.
Der von der Notrufnummer 118 entsandte Rettungshubschrauber traf innerhalb weniger Augenblicke ein. Dort stiegen Ärzte aus und kümmerten sich mindestens eine halbe Stunde lang um das Mädchen, bevor sie es an Bord nahmen und es umgehend ins Brotzu-Krankenhaus in Cagliari flogen.
Aus Zeugenaussagen kamen Einzelheiten der gescheiterten Rettungsaktion ans Licht: Das kleine Boot riskierte bei seinem vermeintlichen Fluchtversuch, andere Menschen im Wasser zu überfahren, und hielt erst wenige Kilometer entfernt in Tuerredda an. Dort wurden die Insassen jedoch vom Militär angehalten, identifiziert und nach mehreren Stunden in einen Bus gesetzt, der sie zum Brennpunkt in Monastir brachte.
