„Wenn Sie uns nicht bezahlen, werden wir Ihnen und Ihrem Sohn etwas antun“: Erpressungsversuch gegen Fabrizio Corona
Ein 20-Jähriger berichtete, der ehemalige Paparazzi-König habe vorgegeben, sich der Erpressung zu unterwerfen, aber dann die Polizei zu dem Treffen mitgebracht.Fabrizio Corona (Ansa)
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Ein Erpressungsversuch gegen Fabrizio Corona scheiterte. Er erschien in Begleitung der Polizei zu einem Treffen mit jemandem, der 500 Euro von ihm verlangt hatte, um ihn und seinen Sohn Carlos nicht zu verletzen. Alles begann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Mailand, als Corona Anrufe und SMS von zwei jungen Männern erhielt, die der 52-Jährige als ehemalige Freunde seines Sohnes Carlos Maria Corona erkannte. Carlos war 2002 aus seiner Ehe mit Nina Morić geboren. Die beiden forderten ihn auf, mit 500 Euro zu erscheinen: „Wenn du nicht zahlst, tun wir dir und deinem Sohn etwas an.“
Gegen 13:00 Uhr meldete sich der 52-Jährige – der sich im Juli in einem betrügerischen Insolvenzverfahren um die Firma Fenice und den Kauf seines ehemaligen Mailänder Hauses schuldig bekannt hatte und 2013 wegen schwerer Erpressung im Zusammenhang mit der „Fotoerpressung“ des französischen Fußballers David Trezeguet zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war – auf der Polizeiwache in der Via Fatebenefratelli. Er schilderte den Beamten den Vorfall, zeigte ihnen die Chatnachrichten mit den Drohungen und erklärte, dass die beiden Erpresser in der Via Nöe im Viertel Città Studi auf ihn warteten. Anschließend stieg der ehemalige Fotoagent wieder in seinen Range Rover und fuhr zum Treffpunkt. Zwei Teams der Präventivabteilung des Polizeipräsidiums begleiteten ihn aus der Ferne, um die Situation zu überwachen.
Der mutmaßliche Verfasser der Nachrichten, ein 20-Jähriger, traf am Tatort ein und schlug, ohne die Streifenwagen zu bemerken, mit einer Kette die Heckscheibe von Coronas Auto ein. Der junge Mann wurde umgehend von Beamten angehalten, die bei ihm auch eine Dose Pfefferspray fanden, während sein Komplize flüchtete. Corona gab seinen Namen an, und der 20-Jährige bestätigte die Identität seines 24-jährigen Komplizen. Der zuständige Staatsanwalt erhob daraufhin Anklage gegen den 20-Jährigen – den Sohn eines Journalisten und Fernsehmoderators –, der sich derzeit auf freiem Fuß befindet, wegen versuchter Erpressung und schwerer Sachbeschädigung. Da auf seinem Smartphone zahlreiche Bilder von Waffen gefunden wurden, wurde seine Wohnung durchsucht, jedoch ohne Ergebnis. Die Ermittlungen dauern an.
(Unioneonline)
