Massimiliano Mulas, 45, ein Sarde, der in Mestre wegen sexuellen Missbrauchs einer Elfjährigen angeklagt ist, strebt eine Strafmilderung an. Der aus der Gallura stammende, in Deutschland geborene Mulas wird am 4. März vor Gericht erscheinen, wenn das beschleunigte Verfahren beginnt. Dabei geht es um eine Reduzierung der möglichen Strafe um ein Drittel: Ihm drohen bis zu 18 Jahre Haft.

Der entsetzliche Vorfall ereignete sich am Donnerstag, dem 10. April 2025, um 18:00 Uhr im Eingangsbereich eines Wohnhauses in der Viale San Marco in Mestre. Das junge Opfer kam gerade vom Fitnessstudio zurück und telefonierte mit einer Freundin. Sie holte ihre Hausschlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür, als Mulas, der ihr gefolgt war, sie mit einer Sturmhaube maskiert angriff, ins Haus zerrte und vergewaltigte.

Mulas wurde wenige Stunden später am Bahnhof festgenommen: Er war nach Padua gefahren, um neue Kleidung zu kaufen. Sie wurde daraufhin in der Eingangshalle geschubst und festgehalten. Ihm wurde die Tat durch die Bauchtasche mit ihren Dokumenten angehängt, die am Tatort der Vergewaltigung verloren gegangen war.

Aus dem Gefängnis in Gorizia, wo er inhaftiert war, hatte der 45-Jährige den Wunsch geäußert, sich bei der Familie des elfjährigen Mädchens zu entschuldigen.

Der Angeklagte steht außerdem wegen einer weiteren Vergewaltigung vor Gericht, ebenfalls an einer Minderjährigen, die mutmaßlich in Cuneo begangen wurde. Dies ist die jüngste in einer Reihe von ihm zur Last gelegten Verbrechen: Als er neunzehn Jahre alt war, trennte Mulas in einem Dorf nahe Nuoro einem Hund den Kopf ab und stopfte ihn in eine Dash-Getränkedose, um ihn einem Mädchen zu überbringen. Dem Kopf lag eine Nachricht bei: „Gib mir das Geld, sonst mache ich dasselbe mit dir.“ Er wurde seither in ganz Italien wegen sexueller Übergriffe angeklagt und verurteilt.

Enrico Fresu

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