In Florenz ist der Tod eines Ehepaares, dessen Leichen von ihrem Sohn in ihrem Haus in der Via Giampaolo Orsini gefunden wurden, ein Rätsel. Bei den Opfern handelt es sich um den 74-jährigen Antiquitätenhändler Franco Giorgi und seine 68-jährige Frau Gianna Di Nardo.

Das Haus war blutüberströmt, in vielen Räumen fanden sich Blutspuren, als hätte es einen längeren Kampf gegeben. Laut den Carabinieri könnten die Opfer von einer Klinge oder einem Messer getroffen worden sein. Die genauen Umstände sind weiterhin unklar, und alle Hypothesen bleiben offen: von einem erweiterten Suizid bis hin zu einem Doppelmord. Der diensthabende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Florenz, Alessandro Piscitelli, führte eine eingehende Untersuchung der Wohnung durch. Die Carabinieri waren mit ihrer Ermittlungs- und ihrer Spurensicherungseinheit vor Ort, um Untersuchungen durchzuführen.

Der Alarm wurde am Sonntag gegen 14:30 Uhr ausgelöst. Der Sohn hatte das Haus betreten und seine Eltern tot aufgefunden. Rettungskräfte erreichten schnell das Haus, ein elegantes Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, in dem auch andere Familien wohnten, doch da waren die Giorgis bereits tot. Die Carabinieri begannen, Familienangehörige, Bekannte und Nachbarn zu kontaktieren.

Die Straße ist beidseitig von durchgehenden Häusern gesäumt und grenzt an das dicht besiedelte Viertel Gavinana. Wären die Angreifer von außerhalb gekommen, hätte jemand verdächtige Bewegungen bemerkt. Falls es sich um einen Ehestreit handelte, der in einer Messerstecherei eskalierte, hätten Nachbarn – nicht nur die an den Haustüren, sondern auch die in den angrenzenden Gebäuden – Schreie hören können; die Straße ist stark befahren.

Franco Giorgi ist ein bekannter Antiquitätenhändler, der in seinem Bereich bereits nationale Positionen innehatte. Seine Galerie befindet sich in der Via dei Serragli im historischen Zentrum von Oltrarno, zwischen den Vierteln Santo Spirito und San Frediano.

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata