Angeblicher Hackerangriff auf die Uffizien-Galerien, das Museum dementiert „weder Diebstahl noch Sachbeschädigung“.
Ein Bereich des Palazzo Pitti wurde abgesperrt, Juwelen wurden entfernt und Türen versiegelt. Laut der Leitung seien jedoch „keine Informationen verloren gegangen“.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Ein Teil des Palazzo Pitti wurde geschlossen, die wertvollsten Juwelen der Großherzöge in den Tresor der italienischen Zentralbank gebracht und Notausgänge und -türen zugemauert. Dies sind die Gegenmaßnahmen, die die Uffizien nach einem Hackerangriff ergriffen haben, der laut Corriere della Sera zwischen Ende Januar und Anfang Februar die Verwaltung des berühmten Florentiner Museums lahmlegte, das jährlich Millionen von Touristen besucht.
Heute Morgen erreichte uns eine Stellungnahme der Uffizienleitung: „Es entstand kein Schaden und es wurde kein Diebstahl begangen. Die Kameras wurden bereits seit einem Jahr ausgetauscht. Die Situation war ganz anders als im Louvre. Es wurden keine Passwörter gestohlen . Überhaupt keine, da die Sicherheitssysteme intern geschlossen und nicht nach außen zugänglich sind. Die Kameras sind für jeden, der sich auf dem Gelände aufhält, sichtbar, und das gilt für alle Museen und öffentlichen Orte weltweit.“
Und noch einmal: „Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Hacker im Besitz von Sicherheitskarten waren . Die Medici-Schatzkammer ist jedoch geschlossen, da die Renovierung des gesamten Museums nach einer im September gestarteten Ausschreibung vergeben wurde; daher mussten die Bereiche vor Beginn der Arbeiten geräumt werden. Die zugemauerten Türen sind teilweise durch den Brandschutzplan bedingt, für den die Scia – nicht zufällig – vorgestern bei der Feuerwehr eingereicht wurde. Schließlich wurde der Fotoserver nicht gestohlen . Die Datensicherung war vollständig, und die Telefone der Mitarbeiter wurden nicht gehackt. Die tagelange Unterbrechung ist auf die Zeit zurückzuführen, die für die Wiederherstellung der Datensicherung benötigt wurde, welche vollständig durchgeführt wurde. Es gingen keine Daten verloren.“
Berichten zufolge hatte die Staatsanwaltschaft Florenz aufgrund des Hackerangriffs bereits Anfang Februar ein Verfahren wegen versuchter Erpressung und unbefugten Zugriffs auf Computersysteme eingeleitet. Gegen Unbekannt wurde ermittelt. Die Ermittlungen werden offenbar von der Postpolizei in Zusammenarbeit mit der Cybersicherheitsbehörde geführt.
(Unioneonline/ns)
