Latein an klassischen Gymnasien und Mathematik an naturwissenschaftlichen Gymnasien. Danach folgen Geisteswissenschaften im geisteswissenschaftlichen Zweig, Betriebswirtschaftslehre für technische Institute mit Schwerpunkt Wirtschaft (Verwaltung, Finanzen und Marketing), Tourismus und Wirtschaftswissenschaften für den Tourismus sowie Design, Bauwesen und Gebäudemanagement für den Studiengang „Bauwesen, Umwelt und Raumplanung“. Dies sind nur einige der Fächer, mit denen sich italienische Gymnasiasten heute bei der zweiten schriftlichen Prüfung des Staatsexamens auseinandersetzen müssen. Nach dem Italienisch-Aufsatz, der gestern inmitten von Nervosität, Hoffnung und ersten (oft positiven) Eindrücken abgegeben wurde, folgt nun die Prüfung, die von vielen als die schwierigste angesehen wird: diejenige, die sich auf das Fach bezieht, das ihren Studiengang bestimmt.

Um 8:30 Uhr läutet in ganz Italien die Schulglocke. Mit Wörterbüchern und Federmäppchen kehren Tausende von Schülern an ihre Plätze zurück – für einen Vormittag, der einen bedeutenden Teil ihrer Prüfungszeit ausmacht und jahrelanges Lernen, Vorbereiten und Verzicht auf die Probe stellt. Anders als die erste Prüfung, die für alle gleich ist und sechs Stunden dauert, variiert die zweite Prüfung je nach Studienfach. So dauert sie beispielsweise an klassischen Gymnasien vier Stunden, an naturwissenschaftlichen Gymnasien sechs Stunden und an Kunstgymnasien bis zu 18 Stunden, verteilt auf drei Tage .

In diesem Jahr legen 527.607 Schüler die Prüfungen ab – 513.479 interne und 14.128 externe Kandidaten. Die 13.989 Prüfungsausschüsse vertreten insgesamt 27.884 Klassen. 273.854 Schüler kommen von Gymnasien, 167.136 von Fachhochschulen und 86.617 von Berufsschulen. Nach den schriftlichen Prüfungen beginnen die mündlichen Prüfungen, allerdings erst zwei Tage später, also nächste Woche. Die Schulen legen den Zeitplan eigenständig fest, und die Reihenfolge der Prüfungsbeginne wurde bereits ausgelost.

zu hinterfragen.

Die Abschlussprüfung 2026 ist die erste nach den Änderungen durch das Gesetzesdekret 127 von 2025. Die wichtigsten Änderungen betreffen die mündliche Prüfung, die in vier Fächer unterteilt wurde. Eine der neuen Regeln sieht die Disqualifizierung bei einer stillen Prüfung vor. Die schriftlichen Prüfungen hingegen bleiben in ihrer Struktur unverändert, ebenso wie die Gewichtung der in den drei Schuljahren erworbenen Leistungspunkte, die weiterhin maßgeblich in die Endnote (maximal 100 Punkte) einfließen. Nach monatelanger Vorbereitung, Simulationen und dem unvermeidlichen Rückgriff auf Zufallsfragen ist für Tausende von Schülerinnen und Schülern einer der wichtigsten Momente ihrer Schullaufbahn endlich gekommen.

© Riproduzione riservata