Federico Venco starb, weil er einem Fremden half: Der Mann, der ihn für einen Rivalen hielt, wurde verhaftet.
Bei der Frau handelte es sich um die Ex-Partnerin des mutmaßlichen Mörders; sie hatte zugestimmt, ihn ein letztes Mal zu treffen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Federico Venco, 36, aus Samarate in der Provinz Varese, starb, nachdem er einem Fremden geholfen hatte. Er wurde gestern Abend gegen 23:00 Uhr in Somma Lombardo (Varese) auf der Straße zum Weiler Maddalena mit Blick auf den Ticino von einem Auto erfasst und getötet. Ein 43-jähriger Anwohner wurde in der Nacht wegen Mordes festgenommen. Er hatte Venco irrtümlich für einen Rivalen gehalten und ihn mit seinem Auto angefahren.
Die 39-jährige Frau, der Venco helfen wollte, war die Ex-Partnerin des mutmaßlichen Mörders. Sie hatte sich auf sein Drängen hin zu einem letzten Treffen bereit erklärt, nachdem sie die Beziehung weniger als einen Monat zuvor beendet hatte. Er hatte sie schließlich mit dem Vorwand, einige persönliche Gegenstände zurückzubringen, überzeugt. So fuhr die Frau gestern Abend mit ihrem Motorrad zum Treffpunkt in der Nähe des Friedhofs von Maddalena und folgte den Anweisungen auf ihrem Handy.
Während ihrer Reise verlor die 39-Jährige angeblich ihr Smartphone und war somit auf sich allein gestellt. Da sah Venco, der zufällig vorbeikam, sie allein und verzweifelt mitten auf einer dunklen Straße stehen und beschloss, anzuhalten, um der Fremden zu helfen. Das Problem der 39-Jährigen war tatsächlich lösbar: Samarate und Somma liegen praktisch im selben Ort, und der 36-Jährige kannte den Weg zu ihrem Ziel. Er würde ihr den Weg beschreiben und ihr dann, da es nicht weit war, anbieten, sie zu fahren, damit sie sich nicht verfuhr. Er musste lediglich seinen eigenen Weg um ein paar Minuten ändern.
Der 43-Jährige wartete und verlor, den bisherigen Ermittlungen zufolge, die Beherrschung, als er die 39-jährige Frau mit einem anderen Mann sah. Er hielt ihn für den Mann, mit dem seine Ex-Freundin eine Beziehung begonnen hatte, gab Gas, erfasste ihn und tötete ihn. Doch damit nicht genug: Nach dem Zusammenstoß mit der 36-Jährigen stieg der Mann aus dem Auto und griff die Frau an, indem er auf sie einschlug. Passanten hielten ihn am Unfallort an, überwältigten den 43-Jährigen und riefen die Polizei. Für Venco war nichts mehr zu tun; er war sofort tot. Der 43-Jährige wurde wegen Mordverdachts festgenommen. Es besteht der starke Verdacht, dass die 36-Jährige der Frau das Leben gerettet haben könnte: In seinem Auto wurden ein großer Stein, der als Waffe gedient haben könnte, und ein kleines Messer gefunden. Auch die Möglichkeit, dass der 43-Jährige seine Ex-Freundin treffen wollte, um ihr etwas anzutun, wird untersucht.
(Unioneonline)
