„Die Piazza d'Italia ist wie der Times Square, Sassari ist meine erste Liebe“: Enrica Bonaccorti und ihre Verbindung zu Sardinien.
Fernsehikone, Schauspielerin und Radiomoderatorin stirbt mit 76 JahrenPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Mit nur dreizehn Jahren kam sie voller Träume und noch ahnungslos nach Sardinien. Damals, als Tochter eines Sicherheitsbeamten, hatte sie Genua (sie stammte aus Savona) verlassen und war nach Sassari gezogen, wo sie drei Jahre ihres Lebens verbringen sollte. „Die Piazza d’Italia kam mir vor wie der Times Square“, sagte Enrica Bonaccorti gegenüber Unionesarda.it .
Es war 2021, und heute trauert die Unterhaltungswelt um ihren Tod: Enrica Bonaccorti, eine Ikone des Fernsehens der 1980er-Jahre, starb im Alter von 76 Jahren nach einem fast zweijährigen Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ihr Gesicht zierte Klassiker wie „Pronto, chi gioca?“ und „Non è la Rai“ und begeisterte Generationen von Zuschauern. Sardinien hatte dabei stets einen besonderen Platz in ihrem Herzen, gehütet wie eine kostbare Erinnerung: „Für mich gehört die Insel zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens“, vertraute sie an.
Der Übergang war anfangs nicht einfach. „Aus der Kaserne kommend, war alles sehr fremd. In Genua war ich die Tochter des Kommandanten, mit allen Privilegien: Freikarten fürs Kino, ein Fahrer, sogar kostenlose Telefonate. All das verschwand, als wir in ein normales Haus zogen. In Sassari entdeckte ich das wahre Leben, und zum ersten Mal sagte man mir: ‚Genug mit dem Telefonieren, es ist teuer.‘“
Und dort verliebte sie sich zum ersten Mal: „Ein Junge, der nicht aus Sardinien stammte und mit seiner Familie nach Sassari zog. Ich trage ihn immer noch in meinem Herzen.“ Zu ihren schönsten Erinnerungen zählen die Urlaube in Alghero, die Ausflüge nach Stintino und Platamona sowie jener unvergessliche Tag in Poetto, an den sich Bonaccorti gern erinnerte.
Enrica Bonaccorti war aber auch Schauspielerin in Fernsehspielen (wie etwa 1973 in „Eleonora“ an der Seite von Giulietta Masina und 1975 in „L'amaro caso della baronessa di Carini“), Radiosprecherin, Kommentatorin und Autorin wundervoller Liedtexte wie „La lontananza“ und „Amara terra mia“. „Das in meinen Tagebüchern ‚Sardegna terra mia‘ hieß.“ Denn die Meisterwerke, die Domenico Modugno sang, entstanden genau aus den Inspirationen seiner Zeit auf Sardinien.
(Unioneonline)
