Schlaflosigkeit, Herzrasen, Phobien, Kontrollzwang, Katastrophengedanken, sogar Depressionen: Jeder sechste Mensch leidet irgendwann im Leben unter einer Angststörung und gerät in einen Teufelskreis aus ständigen, düsteren Gedanken wie: „Alles geht schief!“, „Ich schaffe das nicht!“, „Ich muss alles unter Kontrolle haben!“, „Ich bin ein Versager.“ Es ist eine zermürbende Spirale, sowohl für die Betroffenen als auch für ihr Umfeld. Verschärft wird diese Spirale durch das gemeinsame Gefühl, in einer unsichereren und sich ständig verändernden Welt zu leben als noch vor dreißig Jahren. Heute ist die Welt unberechenbarer, aber es besteht auch die Möglichkeit, mehrere Leben im eigenen Leben zu führen.

Daher rührt die Angst um den Arbeitsplatz, der Bedarf an ständiger Weiterbildung und die Notwendigkeit, mit einer sich wandelnden und immer schneller werdenden Realität umzugehen, die uns herausfordert, weil wir Menschen von Natur aus nicht auf Veränderung ausgelegt sind. Veränderung geschieht nicht spontan; sie wird entweder erzwungen oder durch starke Gefühle wie die Liebe ausgelöst. Stabilität und Kontinuität ermöglichen es uns, Situationen vorherzusehen und zu erkennen, sie zu kontrollieren. Kurz gesagt: Veränderungen sind Chancen, aber sie bringen auch das Leben durcheinander. In einer zunehmend hektischen und stressigen Welt wird Angst daher zu einer alltäglichen Erfahrung, die selbst einfache Tage in Momente der Erschöpfung und Sorge verwandeln kann.

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Doch Angst ist kein unausweichliches Schicksal. Ihre Mechanismen lassen sich verstehen, analysieren und verändern. Dies wird auf unterhaltsame Weise in dem Comic „The Anxious Club“ (Sonda, 2026, 128 Seiten) veranschaulicht, geschrieben vom Psychiater Frédéric Fanget und der Comic-Autorin Catherine Meyer und illustriert von Pauline Aubry . Das Buch bietet einen originellen Ansatz, um Angst zu verstehen, sie zu akzeptieren und zu lernen, mit ihr umzugehen, und die Schwierigkeit so in eine Chance für persönliches Wachstum zu verwandeln.

Frédéric Fanget und Catherine Meyer führen die Leser mithilfe der Sprache von Comics zu den Mechanismen, die Angst auslösen, und zeigen ihnen praktische Wege auf, wie sie im Alltag damit umgehen können. Anhand der Geschichten dreier ängstlicher Menschen, die Fanget auf ihrem therapeutischen Weg begleitet, findet der Leser Zugang zu einer Gemeinschaft, in der er sich wiedererkennt und sich weniger allein fühlt. Sitzung für Sitzung entdecken wir die Ursprünge der Angst, warum sie uns so beherrscht und welche psychologischen, praktischen und alltagstauglichen Hilfsmittel uns ermöglichen, die Kontrolle über unsere Gedanken zurückzugewinnen. Kleine Übungen, praktische Strategien und psychologische Ratschläge werden zu leicht zugänglichen Ressourcen, um emotionale Widerstandsfähigkeit aufzubauen, Stress abzubauen und ein Gefühl der Selbstbestimmung zurückzuerlangen.

„Der Angstclub“ ist der zweite Band der LiberaMente-Reihe, der neuen Comic-Reihe von Sonda , die sich an Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte, Erzieher und Eltern richtet und sich mit den Themen Leben, Glück, Resilienz und emotionales Gleichgewicht auseinandersetzt. Ziel der Reihe ist es, Ressourcen und Strategien zur Vermeidung psychischer Erkrankungen zu entwickeln.

Jedes LiberaMente-Buch wird so zu einem wertvollen Begleiter, der das Bewusstsein schärft, das eigene emotionale Wohlbefinden fördert und zu harmonischeren Beziehungen zu sich selbst und anderen beiträgt. Denn genau wie wir körperlichen Beschwerden und Krankheiten vorbeugen können, können wir auch Ressourcen und Strategien entwickeln, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen.

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