Venezuela, Verwüstung nach dem Erdbeben: Gebäude sind eingestürzt, Dutzende Tote und Hunderte Verletzte.
Präsidentin Delcy Rodriguez: „Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat La Guaira; es ist dort eine echte Tragödie.“ Der italienische Botschafter: „Unter den Opfern befinden sich keine Italiener.“„Wir haben 32 Tote und über 700 Verletzte im Krankenhaus. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat La Guaira. Dutzende Gebäude wurden beschädigt. Es ist eine wahre Tragödie. Wir erhalten Unterstützung von Bergungs- und Rettungsteams. Ich möchte Präsident Trump sowie den anderen Regierungen für ihre Hilfe danken.“ Dies erklärte Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez in einem Update zu den Erdbebenopfern im Land.
Zwei heftige Erdbeben, die kurz nacheinander auftraten, legten Venezuela lahm und ließen Hunderte von Gebäuden einstürzen. Panik und Verzweiflung brachen unter den Menschen aus, die innerhalb weniger Minuten alles verloren hatten – sowohl in der Hauptstadt Caracas als auch in einem weiten Gebiet im Westen des Landes.
„Das Haus stürzte auf uns ein, es war wie in einem Horrorfilm“, sagte eine Frau, die aus ihrem Haus in Caracas flüchtete, das nun nur noch ein Trümmerhaufen ist. „Das Dröhnen war furchterregend“, fügte ein Nachbar hinzu.
Der internationale Flughafen wurde schwer beschädigt, der Flugbetrieb musste eingestellt werden: Das Dach stürzte an vielen Stellen ein und löste Panik unter den Passagieren aus. Die Telefonverbindungen brachen innerhalb weniger Minuten zusammen, überlastet von Anrufen von Millionen Venezolanern im Ausland, die sich Sorgen um ihre Angehörigen machten. Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Gasversorgung unterbrochen.
Das Ausmaß der Katastrophe lässt das Schlimmste befürchten: Das erste Beben hatte eine Stärke von 7,1, das zweite sogar 7,5. Verschärft werden die Folgen dieses Erdbebens durch die geringe Tiefe des Epizentrums – nur 10 Kilometer unter der Erde. Hinzu kommt, dass die Häuser ohne Einhaltung jeglicher Erdbebenschutzbestimmungen errichtet wurden.
Es handelte sich um das stärkste Erdbeben im Land seit 126 Jahren; die Erschütterungen waren noch in 160 Kilometern Entfernung vom Epizentrum an der Grenze zu Kolumbien zu spüren.
„Es gibt derzeit keine italienischen Opfer“, sagte der italienische Botschafter in Venezuela, Giovanni Umberto De Vito, und versicherte, dass der Krisenstab im Einsatz sei.
(Unioneonline)