Überschwemmungen in Nepal, ein Drama ohne Ende: 3.000 Vermisste, neuer Erdrutsch in Tibet
Die an den Einsätzen in der Nähe des Gyirong-Übergangs beteiligten Rettungskräfte wurden Berichten zufolge bereits an einen sicheren Ort gebracht.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Drama zwischen Nepal und Tibet nimmt kein Ende, wo sich in den letzten Stunden ein neuer Erdrutsch ereignete und Gebiete traf, die bereits von der vorherigen Katastrophe betroffen waren.
Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Notfallmanagement wurden die an den Einsätzen in der Nähe des Gyirong-Übergangs beteiligten Rettungskräfte an einen sicheren Ort gebracht.
Laut Ministerium hat eine Überwachungsdrohne gestern Abend einen Erdrutsch etwa 2,8 Kilometer flussabwärts des Stausees am Puruoqiang Zangbu Fluss entdeckt. Durch den Erdrutsch entstand eine neue natürliche Barriere und somit ein neuer Stausee.
Das Ministerium für Notfallmanagement berief daraufhin umgehend Experten ein, um die Lage zu analysieren und zu bewerten, und verlegte, um die Sicherheit der Rettungsmaßnahmen zu gewährleisten, das Personal, das in der Nähe des Gyirong-Übergangs arbeitete, in ein sicheres Gebiet.
Das Ministerium erklärte außerdem, dass es Aufklärungsdrohnen und Hochleistungsdrohnen entsandt habe, um die Entwicklung des Stausees kontinuierlich zu überwachen und die lokalen Behörden bei Rettungs- und Notfallmaßnahmen zu unterstützen.
Unterdessen ist die vorläufige Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in Nepal laut der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde auf 734 Tote und 2.498 Vermisste gestiegen. Chinesische Staatsmedien meldeten zudem 16 Tote und 546 Vermisste auf ihrem Territorium, womit die Gesamtzahl der Opfer der Katastrophe auf 750 und die der Vermissten auf 3.044 steigt . Nach Angaben des Finanzministeriums benötigt Nepal für den Wiederaufbau möglicherweise 4 bis 5 Milliarden US-Dollar.
Die Vereinigten Staaten haben die Bereitstellung von 3,6 Millionen Dollar an Hilfsgeldern angekündigt.
Massimo Lombardi und Giovanni Fassini, die beiden Wanderer aus Brescia, die in Nepal gestrandet waren, sind gestern nach Italien zurückgekehrt. Zu den vermissten Italienern gehören Luca Barachini und Patrizia Marziale, ein Paar aus Lugano.
(Unioneonline/vl)
