Selenskyj beim G7-Gipfel in Evian, Trump: „Russland muss ein Abkommen schließen, ich werde alles in meiner Macht Stehende tun.“
Nach der Wiedereröffnung von Hormuz dominiert der Krieg in der Ukraine die Debatten des zweiten Tages.Der G7-Gipfel in Evian stand ganz im Zeichen von Selenskyj. Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßte den ukrainischen Präsidenten im Hotel Royal, dem Tagungsort. Anschließend nahmen die beiden gemeinsam mit den anderen Gipfelteilnehmern, darunter Donald Trump, an der Arbeitssitzung „Frieden und Sicherheit für die Ukraine und Europa schaffen“ teil, gefolgt von einem trilateralen Treffen.
Nach dem Friedensabkommen und der Wiedereröffnung von Hormus dominiert der Krieg in der Ukraine die heutigen Gespräche beim französisch geführten Gipfeltreffen. Der amerikanische Präsident, der sich seit Monaten auf den Konflikt im Iran konzentriert, versicherte, er habe am vergangenen Sonntag „ein ausgezeichnetes Gespräch mit Präsident Selenskyj und Präsident Putin“ geführt. „Russland muss ein Abkommen schließen“, sagte er heute: „Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun.“
Bezüglich Hormuz traf Giorgia Meloni ebenfalls in Evian-les-Bains ein, um an ihrem vierten G7-Gipfel teilzunehmen. Sie bekräftigte damit, dass Italien bereit sei, gemeinsam mit seinen Verbündeten seinen Beitrag zur Wiedereröffnung der Meerenge zu leisten. Der Gipfel bietet die Gelegenheit, die Beziehungen zu Trump nach den monatelangen Auseinandersetzungen zu verbessern. Bevor Minensuchboote – die sich bereits im Gebiet befinden – grünes Licht für die Minenräumung erhalten, sei die notwendige Zustimmung des Parlaments erforderlich, bekräftigte die Premierministerin. Zeitpunkt und Vorgehensweise hängen jedoch von den nächsten Schritten ab, die, so die Hoffnung, den Waffenstillstand im Golf festigen werden. Zunächst müsse der Rahmen für das weitere Vorgehen definiert werden.
Emmanuel Macron hat bereits versichert, dass eine Mission innerhalb weniger Tage entsandt werden könnte. Für Rom bleiben jedoch noch einige Fragen offen, von der Dachorganisation der neuen internationalen Mission bis hin zu ihrer Führung – für die der französische Präsident neben Großbritannien bereits sein Land ins Spiel gebracht hat. Der entscheidende Schritt bleibt aber die offizielle Unterzeichnung des vorläufigen Abkommens zwischen Washington und Teheran, die für den 19. Juni erwartet wird. Obwohl weiterhin Vorsicht geboten sei, handele es sich dennoch um „eine Chance für den Frieden, die genutzt werden muss“, erklärte der Premierminister in einer Stellungnahme und betonte, dass es ebenso wichtig sei, dass „die Feindseligkeiten auch im Libanon eingestellt werden“.
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(Unioneonline)