Bei einem Verkehrsunfall heute Morgen in der Provinz Boumerdès, unweit von Algier, kamen mindestens 25 Menschen ums Leben und mehr als 40 wurden verletzt. Ein Passagierbus kam von der Straße ab, kippte um und landete in einem Graben.

Laut Zivilschutzbehörde ereignete sich der Unfall um 9:41 Uhr. Ersten Informationen zufolge kam der Bus aus der Provinz Sétif im Osten des Landes und war im Rahmen eines Sommerausflugs auf dem Weg in die Küstenprovinz Boumerdès. Mehrere Familien, darunter Frauen und Kinder, befanden sich an Bord.

Nach dem Unglück besuchten der algerische Premierminister Sifi Ghrieb und der Innen- und Verkehrsminister Saïd Saïoud den Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Anschließend begaben sie sich ins Universitätsklinikum Boumerdès, um den Zustand der Verletzten zu beurteilen.

Der Unfall erinnert an das Unglück vom vergangenen August in El Harrach, Algier, als ein Bus in den Fluss stürzte und 18 Menschen tötete sowie 24 verletzte. Nach dieser Tragödie kündigte die Regierung an, innerhalb von sechs Monaten alle über 30 Jahre alten Reisebusse außer Betrieb zu nehmen. Die Entscheidung fiel auf Anweisung von Präsident Abdelmadjid Tebboune und wurde von der Zusage des Verkehrsministeriums begleitet, den Austausch der älteren Fahrzeuge zu erleichtern. Der Schritt erfolgte inmitten heftiger Kritik am Management des öffentlichen Nahverkehrs und den Sicherheitsbedingungen der Busse.

Die Behörden in Algier haben auch den Rechtsrahmen für die Verkehrssicherheit gestärkt, mit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung, die Anfang dieses Jahres in Kraft trat und die Strafen für verschiedene Verstöße erhöhte.

Die neuen Bestimmungen zielten darauf ab, die Einhaltung der Vorschriften zu verbessern und Verkehrsunfälle zu reduzieren. Trotz dieser Maßnahmen und der nach früheren Tragödien angekündigten Interventionen ereignen sich weiterhin tödliche Unfälle, was die Debatte über die Sicherheit des Personenverkehrs und die Wirksamkeit der zu ihrer Verhinderung getroffenen Maßnahmen erneut entfacht hat.

(Unioneonline)

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