„Der Terra-Konvoi wird derzeit angegriffen . Berichten zufolge rammen unbekannte Fahrzeuge Zelte, und Menschen werden geschlagen und gewaltsam in Autos und Busse gezerrt “, sagte die italienische Delegation der Globalen Sumud-Flottille über Aktivisten in Libyen.

Männer und Frauen werden brutal angegriffen und gezwungen, den Ort zu verlassen “, fügt die Bewegung hinzu. „Obwohl unklar ist, wer hinter den Angriffen steckt, erreichen uns Berichte, wonach sie von Sicherheitskräften verübt werden, die mit den Behörden im Westen Libyens in Verbindung stehen.“

Der Bodenkonvoi startete am 15. Mai (Nakba-Tag) mit sieben Krankenwagen, 20 Mobilheimen, zehn Lastwagen mit humanitärer Hilfe und über 200 Teilnehmern aus mehr als 25 Ländern. Sieben Italiener waren anwesend, nachdem vier ihrer Landsleute in ihre Heimat zurückgekehrt waren.

„Trotz der Kommunikationsschwierigkeiten haben wir erfahren, dass es bei dem gewaltsamen Angriff auf den Landkonvoi in Libyen Verletzte gab . Einige der ausländischen Aktivisten wurden so schwer misshandelt, dass sie das Bewusstsein verloren“, sagte Maria Elena Delia, italienische Sprecherin der Globalen Sumud-Flottille. „Anscheinend werden sie mit Bussen in Richtung Westen gebracht, möglicherweise nach Misrata“, fügte sie hinzu.

UNTERSUCHUNGEN IN ROM – Unterdessen setzt die Staatsanwaltschaft Rom ihre Ermittlungen zur Inhaftierung der Teilnehmer der „See“-Expedition in Israel fort, nachdem die Boote in internationalen Gewässern ablegten.

Rund zehn Namen aus der israelischen Befehlskette werden von der Staatsanwaltschaft geprüft, die mögliche Straftatbestände gegen sie ermittelt. Auch der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir gehört dazu, da er die Aktivisten – wie in einem Video zu sehen ist – verhöhnt hatte, während diese mit auf dem Rücken gefesselten Händen im Hafen von Aschdod knieten. Die Namen finden sich in einer Akte, die das italienische Anwaltsteam der Flottille den Ermittlern übergeben hat. Diese Akte verweist auf eine Liste der Hind-Rajab-Stiftung, einer Organisation, die Dokumente zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen sammelt und auch Militärangehörige umfasst. Die Carabinieri ROS (Spezialeinsatzkommando) vernehmen die zurückgeführten Aktivisten weiterhin und analysieren ihre Geräte. Die Staatsanwaltschaft vermutet Entführung, prüft aber auch andere Anklagepunkte wie Folter und sexuelle Nötigung.

(Unioneonline)

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