Sinner gewinnt in Indian Wells und lächelt wieder. Er widmet seine Worte Antonelli: „Ein Tag zum Feiern für Italien.“
Der Weltranglistenzweite schlägt Medwedew und feiert seinen ersten Saisonsieg. Dabei denkt er an seinen Formel-1-Weltmeisterfreund: „Ich bin ein riesiger Fan.“Jannik Sinner gewinnt Indian Wells (Ansa – EPA/JOHN G. MABANGLO)
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Jannik Sinner ist zurück. Der Italiener gewann das Turnier in Indian Wells und kann nach einem eher durchwachsenen Saisonstart endlich wieder lächeln.
Er schaffte dies durch einen Sieg über einen wiedererstarkten Daniil Medvedev, der auf dem heißen kalifornischen Hartplatz glatt mit 7:6, 7:6 unterlag. Es war Janniks sechster Grand-Prix-Titel, aber noch wichtiger: sein erster Sieg der Saison. Überraschenderweise widmete er ihn seinem Freund Kimi Antonelli, dem ersten Italiener seit 20 Jahren, der einen Grand Prix gewann. Zuerst schrieb er „Bravo Kimi“ als seine Unterschrift auf die Kamera am Spielfeldrand, dann wurde er in seiner gewohnten Siegerrede noch direkter: „Ein Tag zum Feiern für Italien. Ich bin ein riesiger Formel-1-Fan, und es ist einfach großartig, dass ein so junger Italiener wie Kimi Antonelli Italien an die Spitze führt. Danke, Kimi, danke, Formel 1.“
Sinner lächelt, offenbar hat er seine Fassung und sein Spiel auf dem Platz wiedergefunden. Von den Plätzen der sengenden Wüste an der Westküste kommt eine bemerkenswerte Reaktion: die Wiedergeburt des Italieners aus Sexten und Pusterien sowie die Rückkehr zur Normalität für Carlos Alcaraz, der im Halbfinale ausgeschieden war. Der 22-Jährige aus Murcia war mit einer Bilanz von 16 Siegen und keiner Niederlage im Jahr 2026 nach Indian Wells gereist, bevor er gegen Medwedew verlor.
Das mit Spannung erwartete Duell zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei der Welt fand nicht statt, sondern nur auf Distanz. In Indian Wells bewies der Italiener seine Stärke und sein Rückschlagvermögen nach unerwarteten Niederlagen in Australien und Doha. Der Spanier seinerseits wusste, dass er sich gegen Gegner wie Medwedew, die ihm keine Chance lassen, nicht einmal einen Moment der Schwäche erlauben kann. Schließlich hat jeder, der gegen die Nummer eins der Welt spielt, nichts zu verlieren. „Das Einzige, was mich etwas ermüdet, ist, dass ich ständig im Fokus stehe“, sagte ein enttäuschter Alcaraz nach seiner Halbfinalniederlage.
In Indian Wells war Sinner der Stärkste. Der italienische Meister hatte jedoch gegen Medvedev zu kämpfen. Der erste Satz dauerte eine Stunde und war hart umkämpft mit langen Ballwechseln von der Grundlinie. Sinner konnte im siebten Spiel zwei Breakchancen nicht nutzen, sicherte sich dann aber den Tiebreak mit seinem zweiten Satzball. Der Russe, der in den letzten Monaten aus den Top 10 gefallen war, zeigte, dass er wieder zu seiner Topform zurückgefunden hat. Auch im zweiten Satz war das Match zwischen den beiden extrem eng. Sinner und Medvedev mussten erneut in den Tiebreak. Der Russe ging mit 4:0 in Führung, doch Jannik – gerade als es so aussah, als hätte er aufgegeben – kämpfte sich zurück und gewann den Satz mit 6:4. Nun geht es für alle nach Florida zum Turnier in Miami.
Bei den Damen ging der Sieg beim WTA-1000-Turnier an Aryna Sabalenka. Die Weltranglistenerste aus Belarus drehte einen Rückstand und besiegte Elena Rybakina mit 3:6, 6:3, 7:6 in einem hart umkämpften dritten Satz, der erst im Tiebreak mit 8:6 entschieden wurde. Für Sabalenka war es eine Revanche gegen die Kasachin, die Nummer drei der WTA-Weltrangliste, die sie erst kürzlich bei den Australian Open in Melbourne besiegt hatte.
(Unioneonline)
