"Coltiviamo Comunità" ist der Name des neuen Projekts der Sozialgenossenschaft Noi Altri – Gastronomia Inclusiva, das konkrete Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und der agropastoralen Versorgung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen schaffen soll.

Die Initiative beschränkt sich nicht auf einfache Workshop-Aktivitäten, sondern zielt darauf ab, ein stabiles Inklusionsmodell zu schaffen, das Sozialgenossenschaften, Agrarbetriebe, Institutionen und Handelsorganisationen zusammenbringt. Ein Schlüsselelement ist der Technische Partnerschaftsausschuss, der alle Projektphasen begleiten wird.

Zu seinen Mitgliedern gehören Coldiretti, die GAL Sgt – Sole Grano Terra, der Landkreis Sant'Isidoro, Panta Rei Sardegna und Asso.Na.Pa. Agricoltura, im Besitz von Gianfranco Lai.

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„Das Ziel“, erklärt Simona Pinna, eine Bildungsdesignerin, „besteht nicht nur darin, Bildungsaktivitäten durchzuführen, sondern langfristig eine echte Arbeitsvermittlung zu fördern und einen stabilen Dialog zwischen allen Beteiligten zu schaffen.“

Das Projekt erstreckt sich über drei eng miteinander verbundene Zentren. Das erste, das sogenannte Erlebniszentrum, bindet Jungen und Mädchen mit kognitiven Beeinträchtigungen in praktische, gemeinschaftliche Gartenprojekte ein und betreut eine Wurmfarm. Sie bauen Gemüse und Beeren an, lernen die Bodenpflege und stellen natürlichen Kompost her. Die Produkte fließen direkt in die Lieferkette der inklusiven Gastronomie von „Noi Altri“ ein und schaffen so einen positiven Kreislauf vom Feld bis zum Teller.

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Das zweite Projekt, das Wissenszentrum, bringt die Teilnehmenden zu lokalen Bauernhöfen. Dank der Zusammenarbeit mit Coldiretti und Asso.Na.Pa. werden Besuche in führenden Produktionsbetrieben organisiert, wo die Teilnehmenden den Anbau von Nutzpflanzen, die Tierhaltung, das Melken, die Milchverarbeitung und die Käseherstellung hautnah miterleben können. „Wir möchten praxisorientiertes Lernen fördern und das Gemeinschaftsgefühl stärken“, betont Giuseppe Casu, Direktor des Interprovinziellen Verbandes Coldiretti Cagliari-Medio Campidano-Carbonia Iglesias.

Der dritte Bereich, der „Technical Table Hub“, stellt den innovativsten Teil dar. Hier treffen sich die Partner regelmäßig, um den tatsächlichen Bedarf landwirtschaftlicher Betriebe zu analysieren, kritische Probleme bei der Arbeitsplatzvermittlung zu identifizieren und Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme für Unternehmer zu entwickeln. Ziel ist es, integrative Organisationsmodelle zu fördern und ein stabiles Netzwerk zwischen Unternehmen, sozialen Diensten und dem dritten Sektor aufzubauen.

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„Ziel ist es, über einen rein auf Wohlfahrt basierenden Ansatz hinauszugehen und echtes Gemeinwohl zu schaffen“, sagt Valentina Meloni, Präsidentin der Kooperative Noi Altri. „Landwirtschaftliche Betriebe müssen zu Vorreitern im Prozess sozialer Innovation werden und sich die nötigen Werkzeuge und Fähigkeiten aneignen, um Menschen mit Behinderungen bewusst und nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren.“

Eine von allen Partnern geteilte Vision. Silvia Doneddu, Leiterin von Gal Sgt – Sole Grano Terra, wird ihre Erfahrungen in der partizipativen lokalen Entwicklung einbringen, während der ländliche Bezirk Sant’Isidoro durch Mario Fadda Verbindungen zu landwirtschaftlichen Betrieben knüpfen wird. Panta Rei Sardegna wird pädagogische Methoden vorstellen, die die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fördern.

William Salis, Vizepräsident von Noi Altri, erklärt abschließend: „Mit ‚Coltiviamo Comunità‘ wollen wir zeigen, dass Landwirtschaft, Sozialunternehmen und ländliche Entwicklung zusammenarbeiten können, um neue Beschäftigungsmöglichkeiten und Autonomie zu schaffen. Der Technische Runde Tisch wird der Ort sein, an dem konkrete Ideen und Lösungen entstehen, um die Landwirtschaft inklusiver zu gestalten.“

(Unioneonline)

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