Ein Schmerz, vermischt mit Wut, mit Worten aus den sozialen Medien, mit Urteilen, die genauso schmerzen wie die Tragödie selbst. Nach dem Mord an ihrem Partner am Mittwochabend in Orani brach Manuela Porcheddu ihr Schweigen und wandte sich in einem langen, emotionalen Ausbruch in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit, um das Andenken an den 38-jährigen Tonino Pireddu zu verteidigen.

Hier sind seine Worte.

Tonino und ich waren es nicht gewohnt, in den sozialen Medien zu posten oder unsere Liebe öffentlich zu zeigen; wir haben sie jeden Tag durch konkrete Taten bewiesen! Ich schreibe das, weil ich wirklich absurde Dinge gelesen habe, und er hat das alles nicht verdient. Jeder, der ihn kannte, weiß genau, wie Tonino war: Er war ein Mann, und zwar ein Mann mit Leib und Seele, der immer bereit war, jedem zu helfen, sogar wehrlosen Tieren.

Er war der Mann, den ich zu meinem Lebenspartner wählte, weil er, anders als man heutzutage so oft hört, mich aufrichtig und mit jeder erdenklichen Liebe lieben konnte. Ein Mann, der sein Leben für mich gegeben hätte, im Gegensatz zu so vielen, die es mir nehmen. Und er bewies es mir jeden Tag: „Schatz, bleib zu Hause, du bist müde.“ … „Schatz, bist du schon da?“ … „Schatz, ruf mich an, wenn du mich brauchst.“ … „Schatz, ich habe dir Ginseng mitgebracht und in die Küche gestellt.“ (Er kaufte mir täglich zwei Ginsengkapseln, eine zum Abendessen und eine zum Frühstück, weil ich sie so liebte.) … Tonino war derjenige, der beim Filmabend weinte, und ich saß neben ihm und lachte, um die Stimmung aufzulockern. Zu lesen: „Ich frage mich, was er getan hat, um so etwas zu rechtfertigen“, ist genauso verabscheuungswürdig und grausam wie derjenige, der diese Tat begangen hat. Deshalb möchte ich diesen Leuten sagen, dass Tonino, wenn er mit jemandem stritt, immer zu einer gesunden und zivilisierten Diskussion bereit war, weil er keinen Streit wollte. Und vielleicht war es genau das, was diese Schlampe so genervt hat, denn Tonino war ihr überlegen. Und um sie zum Schweigen zu bringen, musste man ihr von hinten ins Gesicht schlagen, ohne dass sie sich blicken ließ. Ich will nicht über diesen Wurm reden (nichts gegen Würmer), denn das würde ihm nur Bedeutung verleihen. Ich wollte nur diesen Punkt klarstellen. Leider habe ich meinen Tonino nicht mehr, und ohne ihn wäre ich vielleicht gar nicht die Manuela, die alle kennen. Er war meine andere Hälfte, mein Ein und Alles, mein Herz. Und wie er immer sagte: „Du wirst nie wieder jemanden wie mich finden.“ Es stimmt, es gibt nur wenige wie ihn, und sie sind für glückliche Menschen bestimmt. Und ich war und werde immer glücklich sein, weil er sich jeden Tag aufs Neue für mich entschieden hat. Tonino Pireddu, du bist und bleibst die reine und aufrichtige Liebe, die diese Welt braucht. Ich liebe dich.

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