„Sollen wir russisches Roulette spielen?“ Er richtet eine Pistole an seinen Kopf: dramatische Zeugenaussage vor Gericht in Sassari.
Die Geschichte einer 36-jährigen Frau, die jahrelang gestalkt wurde: Ein 46-jähriger Mann steht vor Gericht.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
„Ich hatte Angst um mein Leben.“ Dramatische Zeugenaussagen wurden gestern vor Gericht in Sassari zum Auftakt des Stalking-Prozesses gegen einen 46-jährigen Mann aus Sassari abgegeben. Das mutmaßliche Opfer berichtete von Belästigungen, Drohungen, Schlägen und Beleidigungen, die sich angeblich im vergangenen Jahr ereignet hatten.
Die Anklage bezieht sich auf zwei Vorfälle im Februar und April 2024. Die Beziehung zwischen der 36-Jährigen und dem Mann, die mehrere Jahre andauerte, führte jedoch auch zu weiteren Beschwerden. Die Frau schilderte ständige Anrufe des mutmaßlichen Stalkers – bis zu 60 an einem Tag – und Episoden extremer Anspannung, selbst in Anwesenheit von Zeugen. Sie konzentrierte sich insbesondere auf den Vorfall, als der Angeklagte zu ihr nach Hause kam und angeblich eine Pistole zog, die sich später als Schreckschusspistole herausstellte. „Wollen wir Russisches Roulette spielen?“, fragte der 46-Jährige, richtete die Pistole angeblich auf seinen Kopf und drückte ab .
„In diesem Moment habe ich Jahre meines Lebens verloren“, sagte die Frau vor Gericht. Der Mann soll ihr dann mit der Waffe über den Arm gefahren und von einer „Schmerzgrenze“ gesprochen haben, die man nicht überschreiten dürfe, wie sie es angeblich getan habe. Die ausführliche Aussage der Frau umfasste die gesamte komplexe Beziehung, die ihren körperlichen und seelischen Zustand zusätzlich verschlechtert hatte. Richterin Stefania Mosca-Angelucci vertagte die Verhandlung auf Februar. Staatsanwältin war Alessia Sanna, die Anwältin der Nebenklägerin war Geltrude Carroni und die Verteidigerin war Giacomina Sole.
