Genau 50 Jahre nach der Tragödie gedachte die Stadtverwaltung von Quartu Sant'Elena heute Vincenzo Fracasso und Pietro Spolitu, den beiden Polizisten, die bei einem Autounfall während einer Verfolgungsjagd ums Leben kamen, genau dort, wo sich heute der nach ihnen benannte Platz befindet.

Im Februar 1976 kamen zwei sehr junge Polizisten in ihrem Streifenwagen bei einem Unfall ums Leben, als sie zwei Räuber verfolgten. Am damaligen Stadtrand von Quartu, direkt an der Kreuzung von Via Colombo und Via Manara, verloren sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das aufgrund der hohen Geschwindigkeit ins Schleudern geriet und gegen das gegenüberliegende Gebäude prallte.

Zum Gedenken an die jungen Polizisten, die im Dienst für die Gemeinschaft ihr Leben verloren, widmete die Stadtverwaltung Milia ihnen vor drei Jahren den Platz. Die gleichzeitige Einweihung einer weißen Bank rückte zudem alle Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz in den Fokus und setzte ein konkretes Zeichen gegen Schweigen und Gleichgültigkeit. So entstand ein Ort der Begegnung, der zugleich zum Nachdenken anregt.

Zum fünfzigsten Jahrestag der Tragödie wurde eine weitere kleine Gedenkveranstaltung abgehalten. Ministerpräsidentin Rita Murgioni und eine Delegation von Stadträten legten einen Blumenstrauß auf die weiße Bank auf der Piazza Spolitu-Fracasso. Den Familien wurde zudem eine Urkunde überreicht, die bekräftigt, dass die Gemeinde Quartu nicht vergisst, sondern die Erinnerung an die jungen Männer und so viele andere im Dienst gefallene Opfer bewahrt.

„Mit unserer Ehrung der Beamten Pietro Spolitu und Vincenzo Fracasso bekräftigen wir zugleich unseren Respekt und unsere Unterstützung für alle Angehörigen der Staatspolizei und anderer Strafverfolgungsbehörden, die sich täglich mit Engagement und Professionalität für Sicherheit und Rechtmäßigkeit einsetzen“, erklärte die Vorsitzende des Stadtrats von Quartu, Rita Murgioni. „Möge ihr Beispiel uns weiterhin leiten und ihr Opfer niemals vergessen werden.“

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