Die Ausstellung „Arbores – Fogli di bosco“ (Bäume des Waldes), eine Einzelausstellung der in Ogliastra geborenen Künstlerin Anna Maria Congiu, in der Kunstszene bekannt als Annacò, wird am Samstag, den 13. Juni um 18:00 Uhr im Archäologischen Museum Domu Nosta (MADN) in Sénorbì eröffnet. Die Künstlerin, die am Kunstinstitut Nuoro und an der Akademie der Schönen Künste in Sassari studierte und dort später auch Druckgrafik lehrte, widmet sich seit Jahren einer Forschung, die Zeichnung, Malerei und Grafik miteinander verbindet. „Im Zentrum ihres Schaffens“, so die Museumsdirektorin Elisabetta Frau, „steht die Welt der Bäume, interpretiert als Symbole des Lebens, der Erinnerung und der Widerstandsfähigkeit.“

Die Ausstellung bietet eine eindrucksvolle Reise, auf der Baumstämme, Rinde und Äste zum Mittelpunkt einer Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Natur werden. Die Werke zeigen eine von menschlichem Eingriff geprägte Umwelt, die dennoch Lebenskraft, Geschichten und das Potenzial zur Wiedergeburt bewahrt. Die von Marcella Serreli kuratierte Installation führt die Besucher auf einem imaginären Pfad durch den Wald und lädt sie so zur Auseinandersetzung mit Umweltschutz, kollektiver Verantwortung und Landschaftspflege ein. „‚Arbores‘ präsentiert sich somit als Ausstellung von großer poetischer und gesellschaftlicher Kraft, in der sich die Strenge der künstlerischen Gestaltung mit einer tiefen Sensibilität für die Natur und ihre Zerbrechlichkeit verbindet“, so Frau abschließend.

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