Es ist bereits Ende Juli, doch die Sportsaison in Poetto hat verspätet begonnen. An der Küste von Cagliari wurden die staatlichen Konzessionen für die Flächen für Sandsportarten erst in den letzten Wochen erteilt, während man in Quartu weiterhin wartet . Sportler berichten, dass sich dieses Muster jeden Sommer wiederholt, und haben deshalb eine Petition gestartet, in der sie schnellere Verfahren und eine Erweiterung der Flächen für Beachvolleyball, Beachtennis und andere Sportarten fordern.

„Es ist ein Problem, das jedes Jahr wiederkehrt“, beklagt sich Roberto Valletta, der Initiator des Protests. „Die Verfahren werden erst eingeleitet, wenn die Saison bereits begonnen hat, und die Genehmigungen treffen zwischen Juni und Juli ein. Würden sie jedoch im Januar beginnen, hätten die Behörden ausreichend Zeit, den Prozess abzuschließen, und die Verbände könnten die Saison ohne Verzögerungen und mit größerer Planungssicherheit gestalten.“

Für Sportler geht es jedoch nicht nur um Zeit. Sie sind auch der Ansicht, dass die für Aktivitäten am Strand vorgesehenen Flächen nicht mehr ausreichen. Die Küstennutzungspläne (PUL) von Cagliari und Quartu sehen entlang der acht Kilometer langen Poetto-Strandpromenade lediglich sechs Sportbereiche vor, drei pro Gemeinde.

„Wir sprechen hier von einer Küstenlinie, die ein Ballungsgebiet mit über 500.000 Einwohnern versorgt, doch weniger als 1 % der Fläche wird für organisierten Sport genutzt“, bemerkt Valletta. „Manche Flächen sind so klein, dass selbst der Bau eines Spielfelds in Standardgröße schwierig ist. Wir fordern daher eine Erweiterung der Sportanlagen und dass Sport, wie in anderen italienischen Regionen, als Ressource für die Region und nicht als Randerscheinung betrachtet wird.“

Die Mobilisierung hat bereits begonnen. Die Online-Petition hat innerhalb weniger Tage rund 200 Unterschriften gesammelt und stellt den ersten Schritt einer umfassenderen Initiative dar. „Dies ist eine Vorbereitungsphase“, erklärt Valletta. „Im September werden wir die offizielle Petition an die Region richten. Wir möchten den Institutionen eine konkrete Forderung übermitteln: die Vergabe von Konzessionen zu beschleunigen, die Sportflächen zu erweitern und schließlich die Kontinuität für die Vereine zu gewährleisten, die jedes Jahr auf dem Poetto-Platz aktiv sind. Sport verdient Unterstützung und darf nicht durch Bürokratie behindert werden.“

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