Ein Baum zum Gedenken an Manuel Mameli, den jungen Mann aus Selargius, der vor einem Jahr an der ukrainischen Front verschwand. Der ausländische Kämpfer, der in den Kiewer Streitkräften diente und offiziell als vermisst gilt, wurde von seinen Eltern – Stefano Mameli und Vincenza Perez – mit einem Buch geehrt, in dem sie das Leben ihres Sohnes schildern.

Die neue Initiative zu seinem Gedenken stammt von dem jungen Sarden Francesco Nocco, der sich seit einigen Wochen in der Ukraine aufhält. „Ich war im Sarzhyn-Yar-Park in Charkiw, um einen Baum zu pflanzen, eine Kalyna für Manuel Mameli, für unsere ‚Vespa‘“, erzählt er. „Manuel war ein Junge aus meiner Heimatstadt. Er kam aus Selargius, ich aus Calasetta; wer weiß, wie oft sich unsere Wege im Hinterland von Cagliari gekreuzt haben. Wir waren ungefähr gleich alt und teilten eine Vorstellung von Gerechtigkeit, die uns antrieb, nicht wegzusehen“, sagt der junge Mann. „Ich bin hierhergekommen, um vom Leben in diesem Land zu erzählen und es zu dokumentieren.“ Er stellte sich physisch zwischen die Invasoren und die Familien, die Kinder, die sich nichts sehnlicher wünschten als ein normales europäisches Leben.“ Der gepflanzte Baum hat eine Bedeutung: „Wenn ein junger Krieger in der Fremde oder fern der Heimat im Kampf fiel, pflanzten seine Kameraden einen Kalyna für ihn, damit sein Ruhm unvergessen bliebe.“ Ein Gedanke an die Eltern des Jungen aus Selargius: „Ich hoffe, dass Vincenza und Stefano eines Tages, wenn die Ukraine endlich frei, friedlich und siegreich ist, nach Charkiw fliegen können und dass sie, vor diesem starken und prächtigen Baum stehend, spüren, dass der Mut ihres Sohnes hier weiterlebt.“

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