Schiffsunglück der Asinara: Giovannino Pinna wegen des Todes von Davide Calvia angeklagt: „Er ist ruhig.“
Laut Aussage des Richters war er es, der seinen Cousin durch eine „gewaltsame Handlung“ getötet und ihn dann im Meer zurückgelassen hatte, um einen Ertrinkungstod vorzutäuschen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
„Ich sehe nichts Neues. Giovannino Pinna ist ruhig, soweit man angesichts einer solchen Tragödie ruhig sein kann.“
Die Erklärung stammt von Rechtsanwalt Salvatore Carboni, der den 38-Jährigen aus Sassari vertritt. Vor wenigen Tagen beantragte Staatsanwalt Armando Mammone die Anklageerhebung wegen Totschlags an seinem Freund und Cousin Davide Calvia. Calvia war am 12. April 2023 mit ihm auf einem gestohlenen Boot in Porto Torres in See gestochen, erlitt jedoch noch am selben Tag Schiffbruch und wurde am 13. April vor dem Strand von Porchile in Sorso gefunden. Calvia hingegen tauchte am 22. April in den Gewässern von Lu Bagnu, einem Ortsteil von Castelsardo, wieder auf.
Laut Aussage des Richters tötete Pinna Davide mit „brutaler Gewalt“, wodurch dieser sich Brüche an Halswirbelsäule und Brustkorb zuzog. Anschließend ließ er ihn im Meer zurück, täuschte Ertrinken vor und brachte dann das Boot zum Sinken. „Giovannino beteuert seine Unschuld“, erklärte Carboni. „Er bleibt bei seiner Version, die er zwei Tage nach seiner Rettung der Hafenbehörde mitgeteilt hat.“
Das Boot sank, die beiden Verwandten sprangen ins Meer, und Calvia verschwand trotz Pinnas Rettungsversuchen. Dies ist die bisher einzige bekannte Version der Ereignisse, da der 38-Jährige seit drei Jahren schweigt und von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. „Wir schließen jedoch nicht aus, dass er zu gegebener Zeit vor dem Richter aussagt.“ Gemeint ist die Anhörung vor dem Richter Sergio De Luca, der sie für den 27. Mai angesetzt hat. Dort könnten die neuen Entwicklungen zur Sprache kommen, die die Staatsanwaltschaft veranlasst haben, die Anklage von fahrlässiger Tötung auf Totschlag zu ändern.
In diesem Sinne sprechen wir über kürzlich eingereichte Audioaufnahmen. „Uns sind keine weiteren bekannt. Sollten welche existieren, sollte die Staatsanwaltschaft sie veröffentlichen. Die uns bekannten Aufnahmen sind Pinnas Telefongespräche, die auf jede erdenkliche Weise abgehört wurden.“ Abschließend erklärte die Verteidigung: „Es sind keine entscheidenden Elemente aufgetaucht, die von den Feststellungen zum Abschluss der Ermittlungen im vergangenen Dezember abweichen.“
