„Chaos in den Pflegeheimen und Krankenhäusern der lokalen Gesundheitsbehörde Sassari.“ Die italienische Arbeitergewerkschaft Uil FP prangerte die Situation in einer Pressemitteilung an und bemängelte „unorganisierte Schichten, Ungleichbehandlung des Personals und risikoreiche Behandlungen“. Diese Probleme seien bereits mehrfach angesprochen worden und bestünden weiterhin, so die Gewerkschaft. „In einigen Einrichtungen werden 12-Stunden-Schichten gegen den Willen des Personals angeordnet“, heißt es in dem Bericht, „in anderen wird dieselbe Möglichkeit denjenigen verweigert, die sie beantragen.“

„Ein System ohne Logik“, kritisieren die örtliche Gesundheitssekretärin Mariangela Campus und der Unternehmenssekretär Oscar Campus. In der Erklärung wird ein als beispielhaft geltender Fall in Santa Maria Coghinas angeführt: „Eine Einrichtung wurde eröffnet, ohne über ausreichend Pflegekräfte zu verfügen. Um die Schichten abzudecken, mussten Mitarbeiter aus Castelsardo und Perfugas abgezogen werden, was einen klaren Dominoeffekt zur Folge hatte: Man versucht, eine Lücke zu schließen, lässt aber die anderen Gemeindezentren ungeschützt.“

„Es reicht!“, so die Gewerkschaft, die auf den zunehmenden Stress, die sinkende Motivation der Beschäftigten und die Gefährdung der Pflegequalität hinweist. Die Uil Fp fordert ein sofortiges Treffen, um, wie sie betont, „die Arbeitszeiten zu vereinheitlichen, für faire Arbeitsbedingungen zu sorgen und die Dienstleistungen und das Personal grundlegend zu reorganisieren“.

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