In Sassari begann vor Kurzem der Prozess wegen sexueller Nötigung. In dem heiklen Fall geht es um einen 56-jährigen Mann aus Sassari, der beschuldigt wird, eine Frau missbraucht zu haben, mit der er etwa 20 Tage lang eine romantische Beziehung geführt hatte. Er hatte sie über Messenger kontaktiert und sich als Verwandter ausgegeben. Wie sich herausstellte, war er tatsächlich nur mit der Frau zusammen gewesen, als sie jünger war.

Laut Anklage soll der Mann im Jahr 2023 dreimal seine Ex-Partnerin sexuell missbraucht haben, die aufgrund der Einnahme starker Schlaftabletten nicht reagieren konnte. Nach dem Erwachen hatte er jedoch das Gefühl, zu nicht einvernehmlichem Sex gezwungen worden zu sein. Ein Verwandter der Frau gab vor Gericht an, der Satz sei an den 56-Jährigen gerichtet gewesen: „Hast du dich selbst befriedigt?“

Das Familienmitglied hörte diese Worte offenbar und verstand, was geschehen würde, wenn er den mutmaßlichen Vergewaltiger angreifen wollte. Angeblich erhielt er von diesem eine Warnung: „Ich werde dafür sorgen, dass du so endest wie der Verbrecher, zu dem ich meinen Sohn gemacht habe.“

Diese Warnung veranlasste die Frau, zwischen den beiden einzugreifen, bevor die Situation eskalierte. In der nächsten Anhörung wird der Angeklagte, vertreten durch den Pflichtverteidiger Daniele Solinas, angehört, während die Nebenklägerin von Rechtsanwalt Stefano Porcu vertreten wird. Den Vorsitz führt Monia Adami, den stellvertretenden Vorsitz haben Sara Pelicci und Stefania Mosca-Angelucci.

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