Sie hätte sich für ihren wohlverdienten Urlaub jedes beliebige Reiseziel der Welt aussuchen können, doch stattdessen entschied sie sich, „zu Hause“ zu bleiben. Eine Herzensangelegenheit, mehr noch als sportlich motiviert. Alessia Orro wollte ihrem Heimatland etwas zurückgeben, was ihr der Volleyballsport gegeben hatte, und organisierte daher gemeinsam mit Sun Volley und dem Sportzentrum Su Nuraghe in San Vero Milis die zweite Auflage des nach ihr benannten Turniers.

Firmenchef Giampaolo Enna und die Trainer Paola Panico und Francesco Meloni konnten ihre Begeisterung nicht verbergen: „Das alles beruht auf einer besonderen und alles andere als naheliegenden Entscheidung. Alessia hat beschlossen, ihre Zeit, Energie und ihren Enthusiasmus ihrer Insel zu widmen und etwas Einzigartiges für die Region, für die Jugendlichen und für die Familien zu schaffen, die diesen Tag mit uns verbringen werden.“

Alessia, wie immer lächelnd und hilfsbereit, erklärt ihre Motivation ganz einfach: „ Ich hatte das Bedürfnis, Sardinien etwas zu geben, das fehlte. Die Möglichkeit, so vielen Mädchen und Jungen Freude und Glück zu schenken und wichtige Momente der Volleyballbegeisterung mit ihnen zu teilen.“ Während sie spricht, wird deutlich, dass der Erfolg sie nicht verändert hat: dieselbe Bescheidenheit, Freundlichkeit und Authentizität wie eh und je.

Sie beschreibt ihre Karriere fast wie ein Märchen. „Ich habe das Gefühl, mit einem Ball in den Händen geboren worden zu sein. Meine Mutter war Trainerin und hat mir keine Sonderbehandlung zukommen lassen: Notfalls ließ sie mich auf der Bank sitzen. Dann das Trikot mit der Nummer 8, das mich mein Leben lang begleiten wird, und der Trainer, der entschied, dass ich Zuspielerin werden sollte.“

Die anwesenden Kinder lauschten der Geschichte mit Bewunderung. Das Gespräch mit den Kleinen war einer der bewegendsten Momente des Veranstaltungsabends. Unter den Anwesenden waren auch der Regionalpräsident des italienischen Volleyballverbandes (FIPAV), Roberto Puddu, der Präsident des Zentralsardinien-Territorialkomitees, Mauro Marras, sowie die Bürgermeister von Narbolia und San Vero Milis, Gian Giuseppe Vargiu und Luigi Tedeschi. Letzterer beschrieb Alessia als „Friedensbotschafterin, die bei jedem Spiel und jeder Veranstaltung mit einem Lächeln im Gesicht stets eine positive Botschaft vermittelt“. Genau diese Botschaft möchte sie auch am Freitag, den 22. Mai, weitergeben, indem sie fast 300 junge Sportlerinnen und Sportler für Beachvolleyball und Volleyball S3 begeistert. Die Jüngsten werden dabei ein unvergessliches Erlebnis haben.

© Riproduzione riservata