Gesundheitswesen und Beschäftigung befinden sich in einer Krise, Bombardieri: „Prekäre Arbeitsverhältnisse und niedrige Löhne.“
Die Versammlung bestätigte Fulvia Murru erneut als Regionalsekretärin der Gewerkschaft.Gesundheitswesen, Beschäftigung, Industriekrisen und Jugend. Dies waren die zentralen Themen des 19. UIL-Kongresses auf Sardinien, der mit der Wiederernennung von Fulvia Murru zur Leiterin des Regionalsekretariats endete.
Applaus und blaue Fahnen untermalten die Sitzung der Versammlung, in der von der Bühne eine klare Botschaft an die Politiker erging: „Es ist nicht mehr die Zeit für Ankündigungen.“
In seiner Rede hob Murru das Gesundheitswesen als oberste Priorität hervor: „Wenn es keine Lösungen für die Gesundheit der Bürger gibt, gibt es keine Arbeitsplätze und keine Zukunft.“ Er kritisierte auch das regionale Gesundheitssystem mit seinen Wartelisten und der passiven Mobilität: „Zu viele Sarden sind gezwungen, sich außerhalb der Insel behandeln zu lassen.“
Auch die Beschäftigung war ein zentrales Thema der Konferenz. „Unsere Beschäftigungsquote stagniert bei 58 Prozent, nur etwas mehr als jeder dritte junge Mensch ist erwerbstätig, und das reicht oft nicht aus“, erklärte der Sekretär und hob den Anstieg unfreiwilliger Teilzeitarbeit sowie die Gefahr der Entvölkerung hervor: „Sardinien gehört zu den ältesten Regionen Europas.“
Nationalsekretär Pierpaolo Bombardieri bekräftigte dies ebenfalls auf der Bühne und konzentrierte sich dabei auf die Unsicherheit der Arbeitsplätze und die mangelnde Qualität: „Die Beschäftigung wächst, aber die Qualität nicht. Zu viele junge Menschen arbeiten für niedrige Löhne und in unsicheren Arbeitsverhältnissen.“ Er warnte: „Wenn Stabilität und angemessene Löhne nicht gewährleistet sind, werden junge Menschen Sardinien und Italien weiterhin verlassen.“
Im Bereich der Industrie nimmt die UIL den Sulcis-Konflikt wieder auf und fordert eine Kursänderung in der nationalen und regionalen Politik: „Wir brauchen echte industrielle Entscheidungen, keine Notlösungen.“
Das erklärte Ziel des Kongresses bleibt auch organisatorischer Natur: „Wir wollen die führende Gewerkschaft auf Sardinien werden.“