Das Ende der „Alibi-Mitarbeiter“ rückt näher, mehrere Notaufnahmen auf der Insel sind aufgrund von Personalmangel von der Schließung am 30. Juni bedroht, und die Region unternimmt alles, um Ärzte für den Einsatz in der Notfallversorgung zu rekrutieren.

Selbst bei direkten Anrufen der örtlichen Gesundheitsbehörden an Fachkräfte, deren Verträge demnächst auslaufen, denen angeblich direkte Stellenangebote unterbreitet werden – eine Praxis, die von dem Dienstleistungsunternehmen bestritten wird –, hat dieses eine formelle Warnung ausgesprochen: Stellen Sie diese Kontakte sofort ein und führen Sie keine laufenden Verhandlungen, andernfalls werden rechtliche Schritte eingeleitet und eine Entschädigung gefordert.

Das Schreiben der MST Group wurde vor Kurzem versandt und enthielt den Betreff „Formelle Mitteilung“ sowie eine Mitteilung über die Störung des Vertragsverhältnisses und die Abberufung von Mitarbeitern. Das Unternehmen erklärt, es habe kürzlich (dokumentierte) Informationen erhalten, wonach „eine systematische und fortlaufende Praxis eingeleitet wurde, die darauf abzielt, direkt mit den bei MST unter Vertrag stehenden Ärzten Kontakt aufzunehmen und ihnen die Durchführung eines Sonderwettbewerbs und/oder den Abschluss individueller Verträge vorzuschlagen, um ihre Dienste direkt und unter Umgehung der Geschäftsbeziehung mit MST zu gewinnen.“

Das in Vicenza ansässige Unternehmen, das im März 2023 die Ausschreibung für einen aktiven Bereitschaftsdienst für sardische Gesundheitseinrichtungen gewann und diesen Dienst für weitere zehn Tage fortführen wird, betont, dass es zur Vertragserfüllung „eine komplexe operative Infrastruktur aufgebaut hat, die die Beschaffung, die Überprüfung der Qualifikationen, die spezialisierte Schulung sowie die logistische und organisatorische Koordination einer beträchtlichen Anzahl freiberuflicher Ärzte umfasst, die jeweils durch einen Dienstleistungsvertrag an das Unternehmen gebunden sind. Dieser Vertrag beinhaltet ausdrücklich eine Wettbewerbsklausel, die ab Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwölf Monate gilt und es dem Arzt untersagt, direkte oder indirekte berufliche Beziehungen zu den Gesundheitseinrichtungen zu unterhalten, die den Dienst in Anspruch nehmen.“

Natürlich besteht die Bereitschaft zur „Kooperation“, das Angebot, Lösungen zu finden, um die „Zusammenarbeit“ fortzusetzen, aber Tatsache bleibt, dass rund hundert Lohnbuchhalter ihre Tätigkeit in sardischen Einrichtungen einstellen müssen und tausend Schichten in Notaufnahmen unbesetzt bleiben.

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