Sie wollten Flamingos fotografieren, wagten sich aber zu weit vor, über die Schilder mit der Aufschrift „Betreten verboten“, und zwei Touristen sanken im Schlamm der Salzwüste ein. Der Vorfall ereignete sich in der Viale Colombo in Quartu, wo täglich unzählige Menschen anhalten, um die prächtigen rosa Vögel zu fotografieren, die den Park bevölkern.

Die beiden Frauen steckten bis zur Hüfte im Schlamm und konnten sich nicht mehr bewegen. Passanten, die den Vorfall beobachteten, alarmierten sofort die Rettungskräfte.

Feuerwehr, Rettungswagen und die örtliche Polizei trafen am Unfallort ein und mussten den Verkehr der Schaulustigen regeln. Um die beiden Frauen zu retten, steckten die Feuerwehrleute Leitern verkehrt herum in den Schlamm, damit diese nicht einsanken. Nachdem sie in Sicherheit waren, wurden sie mit Wasser versorgt und vom Schlamm befreit.

Niemand wurde verletzt und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden. In dem Gebiet, in dem sich einige Personen zuvor zu weit vorgewagt hatten, sind Verbotsschilder angebracht. Die Parkleitung des Regionalparks Molentargius-Saline weist darauf hin, dass das Betreten der für die Öffentlichkeit gesperrten und deutlich gekennzeichneten Bereiche strengstens verboten ist. Molentargius ist ein Naturschutzgebiet, und die Beschränkungen dienen dem Schutz vor Personen, deren Anwesenheit die Vogelwelt schädigen und das Gleichgewicht und die Integrität des empfindlichen Ökosystems des Parks gefährden könnte. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden mit Geldstrafen geahndet, die teilweise beträchtlich sind.

„Was heute Morgen passiert ist“, sagt Marianna Mossa , die Leiterin des Parks, „zeigt einmal mehr, dass die Einhaltung der Beschränkungen auch für die öffentliche Sicherheit unerlässlich ist. Die Becken sind weder zugänglich noch passierbar: Die Sedimentoberfläche mag stabil erscheinen, doch sie verbirgt extrem tückische Bedingungen, und die Gefahr des Einsinkens kann plötzlich auftreten, wie es heute Morgen leider geschehen ist.“ Der Park, fügt sie hinzu, „setzt sich besonders dafür ein, ein System für die Nutzung der öffentlich zugänglichen Bereiche zu entwickeln, das das Naturerbe von Molentargius aufwertet und gleichzeitig die Sicherheit der Besucher gewährleistet sowie den Schutz der Vogelwelt und ihrer Lebensräume respektiert.“

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