Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen 2027 beginnen sich die ersten Puzzleteile der neuen politischen Landschaft von Oristano zusammenzufügen: Giuliano Uras und Ivano Cuccu sind der Futuro Nazionale beigetreten, wodurch die von Roberto Vannacci gegründete Partei in den Provinzrat einziehen kann und der Weg für mögliche neue Strukturen auch in der Evangelisti-Kammer geebnet wird.

Die Ankündigung erfolgte in einer Erklärung des Provinzkoordinierungsgremiums, das die Mitgliedschaft als „einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der lokalen Wurzeln der Bewegung“ bezeichnete. Regionalkoordinator Gian Luca Dessì und Provinzkoordinator Roberto Zedda begrüßten die neuen Mitglieder und betonten, dass „die politische und administrative Erfahrung, kombiniert mit der Professionalität von Uras und Cuccu, einen wertvollen Beitrag zum Wachstum von Futuro Nazionale in der Provinz leisten und einen Mehrwert für die Entwicklung und Zukunft von Oristano darstellen wird.“

Dieser Schritt erfolgte drei Monate nach der Krise, die das Machtverhältnis im Palazzo degli Scolopi veränderte. Im März hatte eine Koalition innerhalb der Mehrheitsfraktion, bestehend aus den Fratelli d’Italia, der UDC und der PSD’Az, Bürgermeister Massimiliano Sanna aufgefordert, den Stadtrat für Stadtplanung, Ivano Cuccu, zu entlassen. Die darauffolgende kleine Kabinettsumbildung besiegelte die endgültige Spaltung: Uras, Cuccu und Roberto Pisanu führten Oristano in die oppositionelle Zentrumsfraktion und leiteten damit einen der heikelsten politischen Übergänge der laufenden Legislaturperiode ein.

Obwohl der heutige offizielle Eintritt den Provinzrat betrifft, werden sich die Auswirkungen bis auf die Gemeindeebene auswirken, wo der Einzug von Stadtrat Roberto Pisanu in Futuro Nazionale nahezu sicher ist. In den vergangenen Monaten hatte Futuro Nazionale bereits die ehemalige Stadträtin für Soziales, Carmen Murru, aufgenommen, die bei der kleinen Kabinettsumbildung der Regierung Sanna ebenfalls nicht berücksichtigt wurde.

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