Oristano, lange Schlangen und endlose Wartezeiten beim Ascot auf der Via Pira: „Das System steht unter Druck.“
Die Situation, die eine Patientin mit chronischen Erkrankungen schilderte: Bei ihrer Ankunft sah sie sich fast hundert Menschen gegenüber.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Fast hundert Menschen warten in der Ascot-Klinik in der Via Michele Pira in Oristano auf einen Termin. Dies berichtete gestern eine Patientin mit chronischen Erkrankungen, die um 14:00 Uhr in der Klinik ankam und eine Nummer nahe 100 vorfand. Um 15:30 Uhr war angeblich nur Nummer 29 aufgerufen worden, obwohl viele Patienten bereits seit den frühen Morgenstunden dort waren, um die am Vortag verteilten Nummern abzuarbeiten.
Seit diesem Vorfall hat der Verein Art32 Aps erneut auf die Schwierigkeiten hingewiesen, mit denen Bürger konfrontiert sind, die keinen Hausarzt mehr haben und gezwungen sind, sich an spezielle Gemeindekliniken zu wenden.
„Die Ascots stellten eine wichtige und wahrscheinlich unvermeidliche Notfallmaßnahme in einer kritischen Zeit für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung dar“, sagt Präsident Mario Cesare Secci. „Aber eine außergewöhnliche Lösung darf nicht zum Standardmodell für die Gesundheitsversorgung Tausender gebrechlicher, älterer und chronisch kranker Bürger werden.“
Laut Art32 sind lange Wartezeiten keine Einzelfälle mehr, sondern ein Zeichen für ein überlastetes Gesundheitssystem. Der Verband weist darauf hin, dass laut Angaben der lokalen Gesundheitsbehörde (ASL 5) über 26.000 Einwohner der Provinz keinen Hausarzt haben und in Ascot-Zentren behandelt werden, während derzeit nur 61 der 123 Hausarztpraxen abgedeckt sind.
„Das Problem ist organisatorischer und struktureller Natur“, fährt Secci fort. „Ein chronisch kranker Patient kann nicht mit der ständigen Ungewissheit leben, stundenlang in der Schlange warten zu müssen, ohne zu wissen, ob er die Leistung an diesem Tag überhaupt in Anspruch nehmen kann.“
Artikel 32 fordert Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Gesundheitsversorgung und warnt vor der Gefahr, dass sich der Notstand verfestigt. „Die kommunale Gesundheitsversorgung kann nicht allein auf dem guten Willen der Gesundheitsfachkräfte und der unendlichen Geduld der Bürger beruhen“, so der Präsident des Verbandes. „Das in Artikel 32 der Verfassung verankerte Recht auf Gesundheit erfordert heute strukturelle, stabile und konkret zugängliche Maßnahmen.“
