Den eingereichten Projekten zufolge und sofern alle genehmigt werden, könnten über tausend Windkraftanlagen die Küste Sardiniens säumen. Genauer gesagt: 1.078. Es wären 1.120, gäbe es nicht ein Projekt für 32 Windkraftanlagen mit je 480 Megawatt Leistung im Seegebiet zwischen Bosa und Capo Mannu in der Provinz Oristano, das derzeit auf Eis liegt.

Ein Skandal, der das angestammte Gleichgewicht der Meere zerstören würde. Der Widerstand der Bürgermeister ist ungebrochen. Und die Komitees greifen an: Riesige rotierende Kugeln am Horizont vor Poetto, Capo Caccia, Pittulongu und der Costa Smeralda würden letztlich bedeuten, den Tourismus im Namen einer Energiewende aufzugeben, von der nur multinationale Konzerne profitieren.

Die Situation

Im Vergleich zum letzten Sommer ist das Bild der vorgestellten Projekte wesentlich klarer, insbesondere vor der Küste Südsardiniens, wo die Türme die Gefahr bergen, eine massive Stahlbarriere zu bilden.

Zehn Projekte entlang der Küste von Sulcis und 440 Türme mit einer Produktionskapazität von 4.018 Megawatt.

Auch im Raum Cagliari, wo acht Projekte vorgestellt wurden, wird bei der Anzahl der zu errichtenden Türme nicht getrickst: sage und schreibe 303.

Damit kommen wir nach Nordsardinien. In der Region um Alghero befinden sich zwei Windparks: Mistral mit 32 Windkraftanlagen und 480 Megawatt Leistung sowie Sardegna North West mit 54 Windkraftanlagen und 1.350 Megawatt. Weiter geht es mit Gallura. Vier weitere Projekte liegen vor der Küste der Costa Smeralda: Nurax (33 Windkraftanlagen, 462 Megawatt Leistung), Sardinia North East (80 Windkraftanlagen, 2.000 Megawatt Leistung), Tibula (65 Windkraftanlagen, 965 Megawatt Leistung) und Poseidon (72 Windkraftanlagen, 1.008 Megawatt Leistung).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auf Sardinien 24 Projekte, 1.078 Windkraftanlagen und 17.601 Megawatt Leistung realisiert werden könnten: genug, um zumindest ein besseres Verständnis der Bausteine für die Zukunft der Insel zu gewährleisten.

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