Der 34-jährige Mann, der am vergangenen Sonntag in Nulvi versucht haben soll, seinen Vater zu töten, ist aus der Haft entlassen worden. Laut seinen Eltern wurde er festgenommen, weil er angeblich am Haus des Paares im Stadtteil Badde aufgetaucht war, wo ihnen ein angrenzendes Grundstück gehört. Er beschädigte zunächst einige Pflanzen und schlug seinem Vater, als dieser eine Erklärung verlangte, mit einer Schaufel auf Kopf und Seite. Daraufhin wurde der 34-Jährige am folgenden Tag in das Gefängnis Bancali gebracht und wegen Misshandlung in mehreren früheren Fällen angeklagt. Heute erschien der 34-Jährige, vertreten durch seine Anwältin Elisabetta Udassi, zur Anhörung und beantwortete Fragen des Untersuchungsrichters Sergio De Luca und der Staatsanwältin Maria Paola Asara.

Am Ende der Anhörung ordnete der Richter die Freilassung des Verdächtigen ohne Eintrag ins Strafregister an, da er den Vorfall nicht für so absehbar hielt, wie die Familienangehörigen ihn geschildert hatten. Ein Zeuge gab an, dass in Wirklichkeit der Vater auf dem Grundstück seines Sohnes erschienen sei und ihn mit einer Schaufel angegriffen habe. Er sei daraufhin entwaffnet und in Notwehr geschlagen worden.

Offenbar hatten dieselben Eltern ihren Sohn in der Vergangenheit bereits anderer aggressiver Handlungen beschuldigt, die offenbar nie stattgefunden hatten. Der Untersuchungsrichter bestätigte die Verhaftung daher nicht, wies den Antrag der Staatsanwaltschaft zurück und ordnete die sofortige Freilassung des Verdächtigen an.

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