Kleidung und Gedanken ablegen: Das ist das Motto des ersten „Naturisten-Honigpicknicks“, einer FKK-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer – völlig nackt – Zitrushonig vom Bauernhof von Diana De Luca und Simone Muscas unweit von Monastir verkosteten. Die Initiative weckte auch über die Grenzen Sardiniens hinaus Interesse: Mehr als 200 Anfragen gingen ein, nicht nur aus Sardinien, sondern auch aus anderen Teilen Italiens. Die Veranstaltung basiert auf der Überzeugung der Organisatoren, dass es beim Nacktsein nicht um Zurschaustellung geht, sondern um die Wiederentdeckung einer authentischeren Verbindung zu sich selbst und der Natur.

Die Freiheit, sich auszudrücken

„Wir waren schon immer Naturisten“, sagt De Luca, „und wir fragten uns, warum wir nicht einen Ort schaffen, an dem auch andere das praktizieren können. Gibt es einen besseren Ort als einen Zitronenhain und die emsigen Bienen, um Ruhe und Frieden zu finden?“ De Luca und Muscas begannen, den Naturismus an den Stränden von Formentera zu praktizieren. In Italien war es schwieriger, daher die Idee, einen eigenen Ort zu schaffen, an dem sich die Menschen frei und ohne Angst oder Vorurteile fühlen können. „Wir haben 18 Fragen ausgewählt, und jeder fragte uns, wie er sich verhalten soll. Nackt zu sein gibt einem nicht die Freiheit, sich anders zu verhalten als angezogen. Jeder, der hierher kommt, kann eine andere Erfahrung machen, wobei die Grundregeln immer dieselben sind.“

Ylenia Mascia

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