Sogar Apotheker (Mitarbeiter) werden wütend. Am Mittwoch, den 3. Juni, um 10:30 Uhr werden sie vor der Präfektur Cagliari auf der Piazza Palazzo protestieren. Federico Antonelli von der nationalen Filcams Cgil wird teilnehmen und, auch im Namen der nationalen Fisascat und Uiltucs, die gemeinsame Botschaft eines Protests nach Sardinien bringen, der ganz Italien einbezieht.

Die Gründe für die Mobilisierung, die sich in den in diesen Tagen in allen Regionen stattfindenden Demonstrationen äußerte, hängen mit der Unfähigkeit von Federfarma zusammen, den Vertrag zu verlängern, obwohl die Gewerkschaften ein einheitliches Programm vorgelegt hatten.

Über zweitausend Arbeitnehmer auf Sardinien warten auf die Anerkennung ihrer Arbeit: „Mit der Gesundheitsreform und der Einführung neuer Dienstleistungen“, erklären die Regionalsekretäre Filcams, Fisascat und Uiltucs Nella Milazzo, Monica Porcedda und Cristiano Ardau, „wurden den kooperierenden Apothekern zusätzliche Aufgaben übertragen, und dennoch weigert sich der Arbeitgeberverband angesichts dieser neuen Verantwortung weiterhin, die wirtschaftlichen und vertraglichen Bedingungen zu verbessern.“

Die Verhandlungen sind aufgrund des von Federfarma vorgelegten Vorschlags einer geringen Gehaltserhöhung blockiert, den die Gewerkschaften als inakzeptabel erachten: „Wir fordern Respekt und Würde“, warnen die Sekretäre und betonen, dass „die von den Arbeitgebern vorgeschlagene Erhöhung um 120 Euro eine Beleidigung der Professionalität und Kompetenz Tausender zusammenarbeitender Apotheker darstellt“.

Die Gewerkschaften erinnern daran, dass es sich um eine heikle Tätigkeit handelt, die klinisches Fachwissen, ständige Weiterbildung und eine starke Fokussierung auf den Menschen erfordert: „Heute befassen sich Apotheker mit Impfungen, Abstrichen und verschiedenen Tests wie Elektrokardiogrammen. Sie beschränken sich nicht darauf, Medikamente zu verabreichen, sondern spielen eine grundlegende Rolle bei der Sicherstellung der Therapietreue, bei der Überwachung etwaiger Nebenwirkungen durch Pharmakovigilanz, bei der kontinuierlichen Betreuung des Patienten, der Klärung von Zweifeln, der Interaktion mit Allgemeinärzten und tragen konkret zum Therapieerfolg bei.“

Zudem wird es in diesem Bereich aufgrund der stetig sinkenden Zahl an Absolventen immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden .

(Online-Gewerkschaft)

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