Nicht nur ein Tag der Müllsammlung, sondern eine Fortsetzung einer Reise, die vor Monaten begann. Morgen früh werden sich in Cagliari , im Kiefernwald Su Siccu an der Viale Colombo, Freiwillige und Häftlinge des Uta-Gefängnisses erneut versammeln , um nach dem Aktionstag Ende Oktober einen bedeutenden Teil der Stadt zu säubern und eine Erfahrung zu wiederholen, die in den letzten Monaten Spuren hinterlassen hat.
Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und wird von Plastic Free organisiert , einer Organisation, die sich für mehr Umweltbewusstsein und die Bekämpfung der Plastikverschmutzung durch konkrete Maßnahmen zum Schutz der Region einsetzt. Diese Initiative wird durch die Zusammenarbeit mit Seconda Chance ermöglicht, einem Verein, der sich für die soziale Wiedereingliederung von Gefangenen durch Inklusion und Beschäftigungsmöglichkeiten engagiert und von Donatella Gallistru vertreten wird. Die Koordination übernimmt die Provinzkoordinatorin Anna Nieddu zusammen mit den lokalen Koordinatorinnen Paola Camboni (Sestu), Giulia Bergamini (Monserrato) und Simone Marrone (Cagliari).
Neben den Freiwilligen werden auch sieben Häftlinge teilnehmen, die dank eines Belohnungstages dazu gekommen sind. Begleitet werden sie von der Pädagogin Antonella Podda.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass jede konkrete Geste echten Wandel bewirken kann, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen“, erklärt Provinzkoordinatorin Anna Nieddu. „Von allen Initiativen“, fährt sie fort, „liegt mir diese, die wir gemeinsam mit Seconda Chance durchgeführt haben, am meisten am Herzen: Sie verbindet Umweltschutz mit Inklusion und der Förderung der Menschen, was unserem Engagement noch mehr Bedeutung verleiht. Zu sehen, wie diese beiden Dimensionen zusammenwirken, erinnert mich immer wieder daran, wie wichtig es ist, sich nicht nur um unsere Lebensräume zu kümmern, sondern auch um die Menschen, ihnen Chancen für Veränderung und neue Perspektiven zu eröffnen. Tage wie dieser zeigen, dass wir gemeinsam eine bewusstere, unterstützendere und nachhaltigere Zukunft gestalten können.“
Plastic Free möchte sich für alle engagieren, die mithelfen wollen: „Wir suchen ständig neue Gemeindevertreter und Freiwillige, die sich aktiv für den Umweltschutz einsetzen möchten. Die Welt zu verändern bedeutet vor allem, niemanden zurückzulassen“, so Nieddu abschließend.


Matteo Cabras

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