Hinter einem heruntergelassenen Rollladen verbirgt sich eine persönliche und familiäre Geschichte. Hinter so vielen geschlossenen Geschäften spiegelt sich der Kampf im historischen Zentrum von Sassari wider: zwischen denen, die aufgegeben haben, denen, die Widerstand leisten, und denen, die versuchen, sich an die tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen des nun multiethnischen Viertels anzupassen. Die temporäre Ausstellung mit dem Titel „Serrandalzata“ präsentiert bis zum 15. Juni 30 Fotografien, jede ein Zeugnis dieser Geschichte. Die Aufnahmen stammen vom international renommierten Fotografen Christian Sinibaldi . Die von Endaform organisierte Initiative geht auf eine Idee und Kuratierung von Biokip Labs zurück.

Die 30 großformatigen Fotografien, die direkt auf den Rollläden angebracht wurden, zeigen die Gesichter der Anwohner, denen sie im Rahmen von Zuhören, Vernetzung und alltäglichen Begegnungen begegneten. Jede Installation wird von Karten und QR-Codes begleitet, die es den Besuchern ermöglichen, die gesamte Ausstellung zu erkunden und auf ergänzende digitale Inhalte zuzugreifen.

Matteo Amadio , Kurator von BioKip Labs, erklärt: „Die Idee ist, Kunst in die Straßen des Viertels zu bringen und mithilfe urbaner Fotografie den Alltag zu erzählen und die Menschen der verborgenen Schönheit des historischen Zentrums näherzubringen.“ Durch Christian Sinibaldis Bilder lädt das Projekt Anwohner und Besucher ein, das Viertel aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht nur durch seine Herausforderungen, sondern vor allem durch die Menschen, die dort leben, es durchqueren und es jeden Tag schützen.

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