Seit mehreren Tagen liegen Fischerboote im Hafenbecken, auch im Handelshafen von Porto Torres. Steigende Dieselpreise bringen die Fischereiindustrie an den Rand des Zusammenbruchs und sind derzeit einer der Hauptfaktoren, die einen ganzen strategischen Sektor beeinträchtigen. Die Auswirkungen sind auch für die turritanische Flotte und den gesamten Golf von Asinara verheerend.

Die Treibstoffpreise sind so hoch, dass Seereisen finanziell kaum noch machbar sind: Die Kosten übersteigen 1.500 € pro Tankfüllung, fast doppelt so viel wie im Dezember. Die hohen Dieselpreise drücken die Gewinnmargen der Fischereiindustrie und zwingen viele Fischer, ihre Aktivitäten drastisch zu reduzieren oder, im schlimmsten Fall, ganz einzustellen. Diese Situation verschärft sich in einem ohnehin schon komplexen Umfeld durch sinkende Fangmengen, steigende Managementkosten und einen oft ungünstigen regulatorischen und bürokratischen Rahmen.

Die autonome Bewegung Porto Torres Avanti fordert „dringende, koordinierte Maßnahmen zwischen der Regierung und der Region, um die Dieselkrise durch sofortige, konkrete Maßnahmen zu bewältigen: Senkung der Kraftstoffkosten, direkte Unterstützung für Unternehmen, Senkung der Steuer- und Sozialversicherungsbelastung sowie eine Strukturstrategie zur Revitalisierung des Sektors“.

Die Seeleute im Nordwesten erwägen, die Schiffe stillzulegen. „Heutzutage ist die Fischerei nicht mehr tragbar, und das ist inakzeptabel. Es geht hier um einen Bereich, der für die Arbeit, die Identität und die Geschichte unserer Stadt steht und dennoch weiterhin ignoriert wird. Sofortiges Handeln ist gefragt: Wir dürfen nicht zulassen, dass die Fischerei im allgemeinen Schweigen verschwindet“, so die Stadträte Bastianino Spanu und Costantino Ligas.

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