Die staatliche Polizeigewerkschaft ANIP – Italia Sicura äußerte sich nach der SIULP ebenfalls zur Lage im Hafen von Olbia. Sie berichtete von Menschen, die aus dem Aufnahmezentrum Monastir kamen und tagelang am Hafen gestrandet waren.

ANIP – Italia Sicura (Nationaler Verband der italienischen Sicherheitskräfte) appelliert an die Institutionen: „Die Präfekten müssen als Provinzbehörden für die öffentliche Sicherheit im Rahmen ihrer Zuständigkeit und in Absprache mit der Regierung und dem Innenministerium alle sinnvollen Initiativen fördern, um sicherzustellen, dass Personen, denen tatsächlich die Ausweisung droht und die keine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Italien besitzen, klare Verfahren zur Ausreise von Sardinien und zur Rückkehr in ihr Herkunftsland haben. Dies soll über eigens eingerichtete Schiffsverbindungen oder Vereinbarungen mit einer oder mehreren Reedereien erfolgen. Sollten die Rückübernahmeabkommen mit den Herkunftsländern nicht ausreichen, muss die Regierung diese stärken und in Kraft setzen.“

Die Ausreise von Menschen aus dem Hafen von Olbia hängt oft von den Entscheidungen der Fährkapitäne ab. Anip Italia Sicura stellt klar: „Es geht hier nicht um Asylsuchende oder Personen, die Anspruch auf gesetzlich vorgesehene Schutzformen haben. Es geht ausschließlich um diejenigen, die nach Ausschöpfung aller erforderlichen Verfahren eine Ausweisungsverfügung erhalten haben, die vollstreckt werden muss. Ein klares und effektiv umgesetztes Verfahren hätte auch präventive Wirkung: Es würde verdeutlichen, dass die irreguläre Einreise nach Sardinien kein Weg zum Festland und anschließend in andere europäische Länder ist. Sardinien darf nicht zu einem Einfallstor werden, das zur Umgehung der Einwanderungsbestimmungen genutzt wird.“ die Wirksamkeit von Ausweisungsverfahren“.

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