Der Protest gegen die neuen Windkraftanlagen im oberen Trexenta-Gebiet weitet sich aus, und neben der Mobilisierung der Gemeinden wird auch die Zivilgesellschaft aktiv. Eine Bürgergruppe aus Gesico hat auf der Plattform Change.org eine Petition mit dem Titel „Stoppt die neuen Windkraftanlagen in Ruina Fielli, im Gebiet Gesico und Mandas“ gestartet, um möglichst viele Unterschriften zu sammeln und die Behörden auf die Auswirkungen des Projekts auf die Region aufmerksam zu machen.

Die Initiative ist daher basisdemokratisch und ergänzt die bereits von den Gemeindeverwaltungen eingenommene Position. Der Bürgermeister von Mandas, Umberto Oppus, mobilisiert seine Kollegen aus den Gemeinden der Trexenta im Kampf gegen das Werk, während der Bürgermeister von Gesico, Terenzio Schirru, die Notwendigkeit des Schutzes des lokalen archäologischen und landschaftlichen Erbes bekräftigt hat. Nun organisieren sich die Anwohner und fordern einen Stopp des Vorhabens, das sie als unvereinbar mit den Charakteristika einer Region betrachten, in der Landwirtschaft, Archäologie und Landschaft seit Jahrhunderten zusammenwirken.

Im Zentrum der Petition steht das von SCS 30 Srl eingereichte Projekt, das einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen wurde. Das ursprünglich mit einer Gesamtkapazität von 7,2 Megawatt geplante Projekt wurde später überarbeitet und umfasst nun fünf Windkraftanlagen sowie die notwendigen Arbeiten für den Anschluss an das nationale Stromnetz. Genau der Standort der Windkraftanlagen bereitet den Initiatoren der Petition Sorgen. Das Gebiet um Ruina Fielli und die umliegende Region sind Teil einer Landschaft, die von bedeutenden archäologischen Stätten und einer nach wie vor stark mit dem Land verbundenen Landwirtschaft geprägt ist. Ziel der Petition ist es, zu fordern, dass die Energiewende vorangetrieben wird, ohne Gebiete mit besonderem landschaftlichen, archäologischen und identitätsstiftenden Wert zu beeinträchtigen.

Das Thema ist eng mit den Investitionen von Mandas und Gesico verknüpft, die gezielt dem Erhalt des lokalen Kulturerbes dienen. In Mandas ist insbesondere das Su Angiu (auch Bangiu genannt), ein vierflügeliges Monument, ein Symbol dieser Entwicklung. Ausgrabungen brachten Spuren nuraghischer, punischer und römischer Besiedlung zutage. Die Verwaltung beabsichtigt, diese Stätte auch touristisch zu fördern. Laut den Initiatoren der Petition droht sie jedoch, an Attraktivität zu verlieren, wenn sie in einer von großen Windkraftanlagen dominierten Landschaft liegt.

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