„Stellen die Gemeinschaftseinrichtungen und Krankenhäuser eine Ergänzung des Gesundheitsnetzes oder einen Ersatz für das bestehende Krankenhausnetz dar? Mit welchem Personal werden diese Einrichtungen ausgestattet sein?“ Dies sind zwei entscheidende Fragen, die die Gewerkschaft Fials durch ihren Provinzsekretär in Cagliari, Paolo Cugliara, aufwirft.

Der Arbeitnehmervertreter formulierte die Fragen im Lichte des triumphalistischen Tons der Bekanntmachungen, nach denen die Region mit dem Bau der Anlagen die Ziele des NRRP erreicht habe.

„Wir sind der Ansicht, dass neue Einrichtungen nicht eröffnet werden können, indem man Fachkräfte aus Akutkrankenhäusern abzieht, die bereits unter einem akuten Mangel an Ärzten, Pflegekräften und medizinischem Personal leiden“, erklärt Cugliara. „Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass wir die Abteilungen, die Notfälle, dringende Fälle, Intensivpflege, Operationen und all jene lebensrettenden Leistungen erbringen, die das Herzstück des öffentlichen Gesundheitssystems bilden, weiter schwächen. Darüber hinaus gefährden wir das Recht der Bürger auf Gesundheit.“

Gemeindenahe Pflegeheime und Gemeindekrankenhäuser dienen in erster Linie der Versorgung chronisch kranker Patienten und der Betreuung vulnerabler Bevölkerungsgruppen vor Ort. „Diese Einrichtungen sind wichtig, dürfen aber nicht auf Kosten der Krankenhäuser ausgebaut werden, die täglich Leben retten“, so der Sekretär von FIALS weiter. „Die eigentliche Herausforderung besteht nicht im Bau neuer Gebäude, sondern in der Einstellung neuen Personals. Ohne einen umfassenden Plan zur Gewinnung und Weiterbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen besteht die Gefahr, dass die Gemeindeeinrichtungen weiterhin bestehen bleiben und die Akutkrankenhäuser zunehmend leer stehen. Und wenn die Kapazitäten zur Aufrechterhaltung dieser lebensrettenden Einrichtungen verloren gehen, sind es die Bürgerinnen und Bürger, die die Folgen tragen.“

Aus diesem Grund fordert FIALS Klarheit: „Zielt die Stärkung des lokalen Gesundheitswesens auf die Stärkung des öffentlichen Dienstes ab oder zielt sie darauf ab, die Nutzung privater Gesundheitsdienstleistungen zu fördern und dadurch Ungleichheiten beim Zugang zur Versorgung zu schaffen – ein Gesundheitssystem, das nicht für alle zugänglich sein wird?“

(Unioneonline/E.Fr.)

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