Das Schicksal des Vaters ist nicht mehr mit dem seines Sohnes gleichzusetzen. Zwei Männer aus Nuoro wurden 2024 wegen Cannabisanbaus zu vier Jahren Haft verurteilt. Auf dem Land eines Bauernhofs in Galtellì, der auf den Namen des 62-jährigen Vaters eingetragen war, hatte der 28-jährige Sohn eine Cannabisplantage angelegt. Bei einer Kontrolle im Jahr 2023 fand die Polizei 1.760 Cannabispflanzen sowie mehrere Päckchen mit der gleichen Substanz und vermutete, dass die Menge etwa 37 kg des Wirkstoffs ergeben könnte.

Nach der ersten Verurteilung durch das Gericht in Nuoro legte Rechtsanwältin Maria Assunta Argiolas Berufung ein und beantragte die Aufhebung des Urteils. Sie argumentierte unter anderem mit der völligen Unschuld des Vaters, die auf den Aussagen des jungen Mannes basiere, der die volle Verantwortung übernommen habe. Gleichzeitig beantragte sie, den erschwerenden Umstand der großen Drogenmenge zu überprüfen und mildernde Umstände zu berücksichtigen.

Das Berufungsgericht Sassari unter Vorsitz von Salvatore Marinaro und mit Maria Teresa Lupinu und Carmela Rita Serra als Co-Vorsitzende fällte sein Urteil. Der 62-Jährige wurde vom Vorwurf der Nichtbegehung des Verbrechens freigesprochen, da der Besitz der Betäubungsmittel als Anbau gewertet wurde. Das Gericht hob das Urteil gegen den 28-Jährigen auf und verurteilte ihn zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 15.000 Euro.

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