Ein Streit an der Küste gipfelte in einem versuchten Femizid und kurz darauf in einem weiteren Streit, der in Blutvergießen endete.

Dies sind die Eckdaten dessen, was sich heute Morgen zwischen Solanas und Quartu ereignet hat, wo ein Mann – Alessandro Pintus, 39 Jahre alt aus Cagliari – seine Frau Michela Rubiu, 47 Jahre alt, erschossen hat.   Er verletzte sie schwer und tötete anschließend ihren 42-jährigen Bruder Andrea Pintus . Der 39-Jährige begab sich daraufhin zur Polizeiwache und wurde inhaftiert. Das Paar betreibt gemeinsam eine Bar in Solanas, und dort soll es zu dem Streit gekommen sein.

Dies ist die erste Rekonstruktion der Carabinieri: Der Alarm ging kurz vor 6:00 Uhr morgens ein, als die Notrufzentrale 118 die Beamten über eine 47-jährige verletzte Frau in einem Haus im Küstenort Solanas informierte. Das Opfer wurde Berichten zufolge von einem Mann, der anschließend mit einem Auto flüchtete, am Kopf getroffen .

Solanas. Foto Raffaele Serreli
Solanas. Foto Raffaele Serreli
Solanas

Kurz darauf, um 6.10 Uhr, ging ein zweiter Notruf bei der 118 ein, der einen dringenden Einsatz in der Via Asfodelo in Margine Rosso (Quartu) erforderte. Dort wurde ein 42-jähriger Mann gefunden, der mit einer Schusswaffe geschlagen worden war .

Via Asfodelo a Margine Rosso, il luogo dell'omicidio. Foto Mariangela Lampis
Via Asfodelo a Margine Rosso, il luogo dell'omicidio. Foto Mariangela Lampis
Via Asfodelo a Margine Rosso, il luogo dell'omicidio. Foto Mariangela Lampis

Der Wendepunkt kam um Viertel nach sechs, als Alessandro Pintus, ein legaler Waffenbesitzer, auf der Polizeiwache erschien und erklärte, er habe soeben seine Frau und seinen Bruder erschossen.

Die Frau, die schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, wurde behandelt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Laut ersten Ermittlungen der Polizei scheint der Angriff mit familiären Konflikten in Zusammenhang zu stehen.

Die Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall dauern an und werden vom stellvertretenden Staatsanwalt Gian Giacomo Pilia koordiniert. Bei der ersten Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft und die Carabinieri machte der Verdächtige von seinem Recht zu schweigen Gebrauch.

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